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Argo (2013)

US-Politthriller nach einer wahren Begebenheit: Die CIA tut sich mit Filmemachern aus Hollywood zusammen, um sechs amerikanische Geiseln aus Teheran zu befreienUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Auf dem Höhepunkt der iranischen Revolution stürmen militante Studenten am 4. November 1979 die US-amerikanische Botschaft in Teheran. Sie nehmen 52 Amerikaner als Geiseln und fordern die Auslieferung des Schahs Reza Pahlavi. Inmitten des Durcheinanders gelingt es sechs Botschaftsangestellten (Clea DuVall, Tate Donovan, Scoot McNairy, Rory Cochrane, Christopher Denham und Kerry Bishé), sich in das Haus des kanadischen Botschafters (Victor Garber) zu schleichen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihr Verschwinden auffliegt. Also sollen sie möglichst unbemerkt aus dem Land herausgeholt werden. Dafür entwickelt der CIA-Spezialist Tony Mendez (Ben Affleck) einen unglaublichen Plan: Als fiktiver Filmproduzent will er im Iran auf Drehort-Suche für den Science-Fiction-Film "Argo" gehen und mit den als Mitarbeiter getarnten sechs Geiseln das gut bewachte Land verlassen.

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BEN AFFLECK als Tony Mendez - ArgoArgoArgo - JOHN GOODMAN als John Chambers, ALAN ARKIN als...endezArgo - JOHN GOODMAN und ALAN ARKINArgo - Regisseur BEN AFFLECKArgo - JOHN GOODMAN und BEN AFFLECK


Filmkritik

Eine Rückholaktion sei wie eine Abtreibung, meint CIA-Spezialist Tony Mendez (Ben Affleck). Niemand mag sie, aber wenn man eine braucht, lässt man sie von einem Experten erledigen. Daher verwirft er die Vorschläge des Außenministeriums, die sechs Amerikaner mithilfe von Fahrrädern außer Landes zu bringen. Vielmehr entwickelt er einen aberwitzigen Plan, der – nach seiner Einschätzung – der beste der schlechten Pläne ist: Als Filmteam auf Drehort-Suche für den Science-Fiction-Film "Argo" will er mit den Geiseln das streng bewachte Land verlassen. Diese wahre Geschichte, die erst Ende der 1990er Jahre bekannt wurde, verfilmt Ben Affleck als unterhaltsamen Politthriller, der abermals unter Beweis stellt, dass der Regisseur Affleck den Schauspieler Affleck bei weitem übertrifft.

Von Anfang an stimmt bei "Argo" fast alles: Bereits der Vorspann zeigt das alte Logo von Warner Bros. und lässt eine noch nicht lange vergangene Zeit wiederauferstehen. Mit einem Zusammenschnitt aus dokumentarischen und gezeichneten Bildern wird kurz die Geschichte des Irans zusammengefasst, danach wird der Zuschauer dank stimmiger Bilder (Kamera: Rodrigo Prieto) und einem hervorragenden Produktionsdesign (Sharon Seymour) unmittelbar in das Jahr 1979 hineinversetzt. Dabei steuert Ben Affleck das Erzähltempo sehr gut, so dass dank Parallelmontagen und guten Schnitts (Schnitt: William Goldenberg) sogar das Vernichten von Akten in der US-Botschaft zu einem spannenden Moment wird.

Mühelos gelingt es Ben Affleck, dass sich die damalige Anspannung auf den heutigen Zuschauer überträgt. Dadurch wird der Film sehr lebendig – und gespannt verfolgt man die Durchführung eines Plans, der aus heutiger Sicht leicht zu durchschauen ist. Daneben ist "Argo" überraschend witzig und hat einige hervorragende Dialoge. Insbesondere John Goodmann und Alan Arkin sind als Hollywood-Duo, das Mendez‘ Plan erst möglich macht, famos – und sie sorgen mit zahlreichen Seitenhieben auf die Filmindustrie für viele Lacher.

Ohnehin ist in "Argo" die Darsteller-Riege überzeugend: Bryan Cranston agiert souverän als Mendez‘ Boss, der ihm den Rücken freihält, und auch Ben Affleck selbst passt erstaunlich gut in die Rolle des CIA-Agenten mit den scheinbar stahlharten Nerven. Dagegen bekommt die iranische Seite nur wenige individuelle Gesichter: das Hausmädchen im Haus des kanadischen Botschafters, der zuständige Mitarbeiter im iranischen Kulturministerium und ein Sicherheitsbeamter am Flughafen bleiben hier die Ausnahme. Dennoch hält sich Ben Affleck mit einer pauschalen Verurteilung der Iraner zurück, obschon er an kritischer Aufarbeitung nicht interessiert ist. "Argo" will in erster Linie unterhalten – und nicht aufklären. Und dieses Ziel erreicht der sehr gute Politthriller im Stile von "Drei Tage des Condor" mit einem eindrucksvollen Produktionsdesign, einer hervorragenden Kameraarbeit, gutem Drehbuch und überzeugender Regie mühelos.

Fazit: Es verwundert wenig, dass "Argo" als Kandidat für die kommende Preisverleihungssaison in den USA gilt. Dieser Film vereint alles: eine sehr gute Crew vor und hinter der Kamera, eine dichte Handlung und beste Unterhaltung. Unbedingt ansehen!




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Land: USA
Jahr: 2013
Genre: Thriller
Länge: 120 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 08.11.2012
Regie: Ben Affleck
Darsteller: Ben Affleck, Bryan Cranston, Alan Arkin
Verleih: Warner Bros.

Awards - Oscar 2013Weitere Infos

  • +Bester Film
    Grant Heslov, Ben Affleck, George Clooney
  • +Bestes adaptiertes Drehbuch - Chris Terrio
  • +Bester Schnitt - William Goldenberg
  • Bester Nebendarsteller - Alan Arkin
  • Beste Filmmusik - Alexandre Desplat
  • Bester Ton
    John Reitz, Gregg Rudloff, Jose Antonio Garcia
  • Bester Tonschnitt
    Erik Aadahl, Ethan Van der Ryn

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