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Sound of Noise (2010)

Schwedisch-Französischer Musik-Krimi basierend auf dem 2001 auf youtube veröffentlichten Kurzfilm "Music for One Apartment and Six Drummers": Dem musikhassenden Polizisten Amadeus Warnebring steht sein seltsamster Fall bevor, als sechs Schlagzeuger die Stadt terrorisieren...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

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Hat der Polizist Amadeus Warnebring nun endgültig seinen Verstand verloren oder ist der Rest der Welt völlig verrückt geworden? Sechs Schlagzeuger terrorisieren die Stadt mit einer Symphonie der anderen Art. Zum Musizieren ist ihnen jedes Mittel recht, Hauptsache es verursacht Geräusche. Dabei machen sie selbst vor Krankenhaus-Patienten, Geldscheinen und Strommasten nicht halt. Immer mit dabei: Ein tickendes Metronom, das den musikhassenden Polizisten auf den Plan ruft, der für Ruhe sorgen will. Was zunächst als der seltsamste Fall von Warnebrings Karriere beginnt, entpuppt sich für ihn schließlich als die Chance, sein Leben für immer zu verändern.

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Filmkritik

Musik-Terroristen bringen Aufruhr in die Stadt! Aber die sechs Musiker wollen nicht die öffentliche Sicherheit gefährden, sondern das selbst verfasste Musikstück „Music for Six Drummers and One City“ aufführen. Es besteht aus vier Teilen, die Aufführungsorte sind ein Krankenhaus, eine Bank, ein Konzerthaus und Oberlandstromleitungen. Die sechs Musiker dürfen nur Gegenstände und Menschen (!) benutzen, die vor Ort zu finden sind – denn ihre Vorgehensweise ist musikalisch und konzeptionell radikal. Als Signatur hinterlassen sie an den bespielten Orten ein Metronom.

Dieses Metronom weckt den Argwohn des Polizisten Amadeus Warnebring (Bengt Nilsson), der nicht nur Anti-Terror-Spezialist ist, sondern auch aus einer sehr musikalischen Familie kommt. Während sein jüngerer Bruder ein allseits bewunderter Dirigent ist, ist Amadeus seinem Namen zum Trotz ein Musikhasser. Vielmehr noch: Musik verursacht ihm körperlichen Schmerz. Daher ist Warnebring prädestiniert, die Ermittlungen nach den Musik-Terroristen zu leiten. Dabei erkennt er auch, dass die Performance-Truppe – und vor allem deren Anführerin Sanna (Sanna Persson) – ihm bei seinem eigenen Problem mit Musik weiterhelfen könnte.

„Sound of Noise“ ist ein unglaublich schräger und origineller Film, der bestens unterhält. Er basiert auf einem Kurzfilm, den Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson vor über zehn Jahren vorstellten, und mit dem sie auf Festivals und im Internet einige Erfolge feierten. Glücklicherweise ist es ihnen gelungen, in der langen Fassung den musikalischen Charme beizubehalten. Zugleich verteilen sie zahlreiche bissige Seitenhiebe auf die grassierende Terrorismus-Angst, die übertriebene Ernsthaftigkeit vieler Musikliebhaber und den Lärm in unseren Städten. Doch bei aller Gesellschaftskritik schlagen sie einen märchenhaften Ton ein und steuern viel schrägen Humor bei. Dadurch wird „Sound of Noise“ zudem ein Film über die Inspiration, das Künstlertum und die Liebe zur Musik. Und das ist sehr viel!

Fazit: „Sound of Noise“ ist ein herrlich-abgedrehter Spaß, der mit schrägem Humor, einer originellen Geschichte und guten Schauspielern bestens unterhält.




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Land: Frankreich, Schweden
Jahr: 2010
Genre: Krimi, Musik
Länge: 102 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 11.08.2011
Regie: Johannes Stjärne Nilsson, Ola Simonsson
Darsteller: Sven Ahlström, Peter Schildt, Björn Granath
Verleih: Tiberius Film

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