oder

Happy Happy (2010)

Sykt lykkelig

Norwegische Beziehungskomödie: Für Optimistin Kaja ist ihre Familie das Wichtigste, obwohl ihr Mann und Sohn eher ablehnend gegenüberstehen. Doch als sie feststellt, dass auch bei den scheinbar perfekten neuen Nachbarn der Haussegen schiefhäng, lässt sich Kaja auf eine Affäre ein...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

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Für Kaja (Agnes Kittelsen) ist Familie das Wichtigste im Leben. Daher lächelt sie, wenn ihr Mann Eirik (Joachim Rafaelsen) lieber auf die Jagd geht als Zeit mit ihr zu verbringen oder Sex zu haben. Und sie lächelt, wenn sie die Ablehnung ihres Sohnes spürt. Stattdessen will sie glücklich sein. Doch dann zieht das scheinbar perfekte Ehepaar Elisabeth (Maibritt Saerens) und Sigve (Henrik Rafaelsen) in das Nachbarhaus. Elisabeth und Sigve kennen sich sehr gut, haben ein Kind aus Äthiopien adoptiert und singen sogar gemeinsam im Chor. Kurzum: Sie führen das Leben, das Kaja gerne hätte. Aber dann entdeckt Kaja erste Risse in dieser perfekten Fassade: Elisabeth hat Sigve betrogen und mit diesem Umzug wollen sie ihre Ehe retten. Stattdessen beginnt Sigve aber eine Affäre mit Kaja, die für alle Beteiligten neue Perspektiven eröffnet.

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Filmkritik

In ihrem Spielfilmdebüt erzählt die norwegische Regisseurin Anne Sewitsky eine Geschichte von vier Erwachsenen mit sehr menschlichen Schwächen, die einmal in ihrem Leben eine falsche Entscheidung getroffen haben und nun mit den Konsequenzen leben müssen. Alle vier starken Protagonisten bieten sehr viel Identifikationspotential, im Mittelpunkt steht aber die erfrischend naive Kaja, die von Agnes Kittelsen bezaubernd gespielt wird. Ihr fehlt die Selbstkontrolle, über die beispielsweise Elisabeth verfügt, aber gerade diese vermeintliche Schwäche macht sie sehr liebenswert.

Die Handlung um die Erwachsenen überzeugt mit einer guten Mischung aus dramatischen und komischen Momenten, daneben gibt es aber noch einen Handlungsstrang um Kajas und Eiriks Sohn Theodor (Oskar Hernæs Brandsø), der mit dem äthiopischen Adoptivsohn von Elisabeth und Sigve (Ram Shibab Ebedy) Herr und Sklave spielt. Sicherlich zeigt diese Nebenhandlung die Vernachlässigung durch die Erwachsenen, die ihre Kinder bis zum Schluss kaum wahrnehmen. Aber sie hinterlässt zu viele offene Fragen und fügt sich nicht in den Film ein.

Fazit: Insgesamt ist "Happy Happy" ein tragikomischer Beziehungsfilm, der von einem guten Darstellerensemble und insbesondere einer charmanten Agnes Kittelsen getragen wird. Es bereitet Vergnügen, diesen Film zu sehen. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.




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Land: Norwegen
Jahr: 2010
Genre: Komödie
Länge: 85 Minuten
FSK: 12
Regie: Anne Sewitsky
Darsteller: Agnes Kittelsen, Joachim Rafaelsen, Maibritt Saerens
Verleih: MFA Film, Die FILMAgentinnen

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