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Kritik: Happy Happy (2010)


In ihrem Spielfilmdebüt erzählt die norwegische Regisseurin Anne Sewitsky eine Geschichte von vier Erwachsenen mit sehr menschlichen Schwächen, die einmal in ihrem Leben eine falsche Entscheidung getroffen haben und nun mit den Konsequenzen leben müssen. Alle vier starken Protagonisten bieten sehr viel Identifikationspotential, im Mittelpunkt steht aber die erfrischend naive Kaja, die von Agnes Kittelsen bezaubernd gespielt wird. Ihr fehlt die Selbstkontrolle, über die beispielsweise Elisabeth verfügt, aber gerade diese vermeintliche Schwäche macht sie sehr liebenswert.

Die Handlung um die Erwachsenen überzeugt mit einer guten Mischung aus dramatischen und komischen Momenten, daneben gibt es aber noch einen Handlungsstrang um Kajas und Eiriks Sohn Theodor (Oskar Hernæs Brandsø), der mit dem äthiopischen Adoptivsohn von Elisabeth und Sigve (Ram Shibab Ebedy) Herr und Sklave spielt. Sicherlich zeigt diese Nebenhandlung die Vernachlässigung durch die Erwachsenen, die ihre Kinder bis zum Schluss kaum wahrnehmen. Aber sie hinterlässt zu viele offene Fragen und fügt sich nicht in den Film ein.

Fazit: Insgesamt ist "Happy Happy" ein tragikomischer Beziehungsfilm, der von einem guten Darstellerensemble und insbesondere einer charmanten Agnes Kittelsen getragen wird. Es bereitet Vergnügen, diesen Film zu sehen. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.





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