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Battle of the Year (3D) - Hauptplakat
Battle of the Year (3D) - Hauptplakat
© Sony Pictures

Kritik: Battle of the Year (3D) (2012)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit dem Breakdance der 1980er Jahre haben die Tanznummern des alljährlichen "Battle of the Year" im französischen Montpellier nicht mehr viel zu tun. Teams aus rund 20 Ländern versuchen sich gegenseitig mit atemberaubender Akrobatik zu überbieten, die aus B-Boying, wie Breakdance auch genannt wird, einen Hochleistungssport macht. Der amerikanische Spielfilm von Regisseur Benson Lee ist in mehrfacher Hinsicht mit der Realität verflochten. Er basiert auf Lees Dokumentarfilm "Planet B-Boy" aus dem Jahr 2007 und unter den Darstellern sind viele echte Tänzer. Außerdem fanden auch ein paar Szenen vom realen "Battle-of-the-Year-Event" in Montpellier Eingang in den Film, der dort einen Teil seiner Handlung drehte.

Die Geschichte ist sehr konventionell aufgebaut. Ein Trainer, der zur Flasche greift, findet durch die neue Aufgabe aus seinem privaten Elend. Die B-Boys sind lauter Einzelkämpfer, die ein eingeschworenes Team bilden müssen. B-Boy Rooster, gespielt von Rapper Chris Brown, ist seinem Kollegen Do Knock (Jon Cruz) in lebhafter Feindschaft verbunden. Diese Rivalität der beiden talentierten Tänzer droht das Team zu spalten. Das Training besteht hauptsächlich aus dem typisch amerikanischen Drill, der Wert auf Disziplin und Gehorsam legt. Die einzige Frau in diesem Film ist die Choreographin Stacy (Caity Lotz). Sie spielt jedoch nur die Rolle einer Statistin, denn die Kamera konzentriert sich völlig auf Blake. Die individuellen Persönlichkeiten der B-Boys spielen ebenfalls keine große Rolle. br/>
Wenn die B-Boys dann auftreten, ist ihre Show eine echte Überraschung: Von ihrer Entwicklung während des Trainings hat man wenig mitbekommen. Auf dem Contest in Frankreich vor dem erwartungsvollen Publikum jagen sich die sportlichen Superlative: gedrechselte Sprünge, Saltos, Hand- und Kopfstandmoves. Das amerikanische Dreamteam vollführt sogar eine aufsehenerregende Nummer mit verbundenen Augen. br/>
Für Fans dieser Tanzsportart ist der Film sicherlich empfehlenswert. Uneingeweihte aber kann der Wettbewerb ermüden, weil sich die spektakulären Auftritte optisch so gleichen. Die Geschichte versäumt es, das Tanzthema schon vorher viel stärker zum roten Faden der Handlung zu machen. Man hätte zum Beispiel den anstrengenden Weg der choreografischen Einübung zeigen oder sich einen Konflikt unterschiedlicher Stile ausdenken können. Das Prinzip der Bewegung wird nicht emotional ausgemalt. br/>
Fazit: Der Breakdance-Spielfilm "Battle of the Year" kreist realitätsnah um den gleichnamigen internationalen Wettbewerb in Frankreich und bietet spektakuläre akrobatische Nummern. Leider fehlt es der konventionell aufgebauten Geschichte aber an frischer Dynamik und emotionaler Substanz.





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