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Die Kunst zu Lieben (2012)

L'art d'aimer

Französische romantische Episoden-Komödie über Pariser Singles, Paare und Freunde - und die diversen Probleme in und mit ihrem Liebesleben.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Isabelles (Julie Depardieu) hatte schon seit Monatenkeinen Sex mehr. Ein absolut unhaltbarer Zustand, findet ihre beste Freundin Zoe (Pascale Arbillot) und bietet zur Abhilfe ihren eigenen Mann an. Der hätte auch tatsächlich nichts dagegen einzuwenden, Isabelles Liebesleben aufzupeppen - aber Isabelle lehnt dankend ab.
Die Idee ihrer alten Bekannten Amélie (Judith Godrèche) sagt ihr da deutlich mehr zu: An Amélies Stelle soll sich Isabelle zu einem Schäferstündchen mit Bruno (Laurent Stocker), dem besten Freund Amélies, treffen. Denn die hat eigentlich gar kein Interesse daran, mit Bruno ins Bett zu gehen. Bruno aber soll von dem Frauentausch gar nichts merken - Isabelle soll während des Schäferstündchens einfach den Mund halten und das Hotelzimmer wird vollständig abgedunkelt. Wird Boris sich tatsächlich hinters Licht führen lassen?
Achille (François Cluzet), ein charmanter Playboy der alten Schule, ist ziemlich erfreut, als seine neue junge Nachbarin (Frédérique Bel)in einem Negligee an seiner Tür klingelt und ihn fragt ob er Interesse an einer Affäre habe. Doch die Freunde währt nur kurz, denn die Frau erweist sich als recht sprunghaft: Je nach Tagesform macht sie dem armen Achille Hoffnungen, oder weist ihn zurück, während er auf leidenschaftliche Küsse und noch viel mehr hofft.
Emmanuelle (Ariane Ascaride) verspürt nach vielen Ehejahren einen nie gekannten sexuellen Appetit auf alle Männer, die sie trifft, nur nicht auf ihren Ehemann Paul (Philippe Magnan). Erst plant sie den Auszug, dann aber überzeugt Paul sie davon, bei ihm zu bleiben - und sich dennoch sämtliche Freiheiten zu nehmen von denen sie träumt.
William (Gaspard Ulliel) und Vanessa (Élodie Navarre), sind junge Liebende, die um jeden Preis ehrlich zueinander sein wollen. Als Zeichen ihres Vertrauens vereinbaren sie, eine offene Beziehung zu wagen. Das erweist sich allerdings als schwieriger als gedacht...

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Filmkritik

"Es gibt keine Liebe ohne Musik". Mit diesem Zitat beginnt Emmanuel Mourets ("Küss mich bitte") neuer Film "Die Kunst zu lieben" und dazu passend wird die Geschichte eines Komponisten (Stanislas Merhar) erzählt, der sein ganzes Leben auf der Suche nach der Musik war, die im Inneren erklingt, wenn man sich verliebt. Erst am Ende seines kurzen Lebens wird er sie hören, aber er wird niemals wissen, in welche Frau sich sein Körper verliebt hat.

In lose verknüpften Episoden erzählt Mouret in seinem Film die verschiedensten Geschichten über die Begierde und das Verlangen. Isabelle (Julie Depardieu) hatte schon seit einem Jahr keinen Sex mehr und träumt nun davon, das ihre Freundin ihr anbietet, mit deren Freund zu schlafen. Achille (François Cluzet, "Ziemlich beste Freunde") begehrt hingegen seine junge Nachbarin (Frédérique Bel), aber sie sprechen nur von ihrer Anziehungskraft, anstatt ihr nachzugeben. Emmanuelle (Ariane Ascaride) will ihren Ehemann verlassen, um ihn nicht betrügen zu müssen. Dagegen sagen sich Vanessa (Élodie Navarre) und William (Gaspard Ulliel) immer alles – und werden sich in Kürze betrügen. Der Buchhändler Boris (Laurent Stocker) kann keine Beziehung eingehen, weil er ständig an den Körper seiner besten Freundin Amélie (Judith Godrèche) denken muss, die aber ihren Freund nicht betrügen will. Also suchen sie nach einem Ausweg. Die einzelnen Episoden des munteren Reigens werden durch erläuternde, teilweise amüsierende Zwischentitel abgegrenzt und überschneiden sich bisweilen. Vor allem aber werden sie durch den dominanten Off-Erzähler verbunden, der die Wendungen kommentiert und bisweilen auch ironisch bricht. Stilistisch erinnert "Die Kunst zu lieben" daher an einen frühen Woody-Allen-Film, zumal die Figuren allesamt auch recht neurotisch sind. Eine Anteilnahme an ihrem Schicksal ist kaum möglich. Dafür sind ihre Probleme auch zu weit hergeholt.

Insgesamt ist "Die Kunst zu lieben" daher ein leichter und auch amüsanter Film, in dem es allerdings keine Höhepunkte gibt. Vielmehr wiegt er seine Zuschauer in einen angenehmen Rhythmus, der ein wohliges Zusehen ermöglicht.

Fazit: Emmanuel Mouret erzählt in "Die Kunst zu lieben" auf angenehme Weise von dem Begehren und dem Verlangen.




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Land: Frankreich
Jahr: 2012
Genre: Komödie, Romantik
Länge: 85 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 17.05.2012
Regie: Emmanuel Mouret
Darsteller: Frédérique Bel, François Cluzet, Pascale Arbillot
Verleih: Die FILMAgentinnen, Camino

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