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Highlander - Es kann nur einen geben (1986)

Highlander

Britisch-amerikanische Fantasy-Action als Wiederaufführung: Zwei unsterbliche Schwertkämpfer treffen im finalen Showdown in New York aufeinander.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Als der Schotte Connor MacLeod (Christopher Lambert) im Jahr 1538 auf dem Schlachtfeld tödlich verwundet wird, stirbt er zur Verwunderung aller nicht. Von seinem Clan verstoßen, lebt er mit seiner Frau Heather (Beatie Edney) zurückgezogen im Hochland. Dort erhält er eines Tages Besuch vom spanischen Edelmann Juan Sánchez Villa-Lobos Ramírez (Sean Connery). Wie MacLeod ist auch Ramírez unsterblich, allerdings schon einige Tausend Jahre älter als MacLeod. Fortan unterrichtet er den Neuling im Schwertkampf und in allen Dingen, die er über die Unsterblichkeit wissen muss, bevor sich ihre Wege tragisch trennen.

Knapp 450 Jahre später lebt Connor MacLeod als Antiquitätenhändler in New York City. Nur noch wenige Unsterbliche sind übrig. Der letzte große Kampf gegen Kurgan (Clancy Brown), den mächtigsten Unsterblichen, rückt näher. Derweil sind der Kriminalbeamte Frank Moran (Alan North) und sein Assistent Walter Bedsoe (Jon Polito) MacLeod dicht auf den Fersen. Und auch das Interesse der Gerichtsmedizinerin Brenda Wyatt (Roxanne Hart), die ein Faible für antike Schwerter hat, hat der uralte Schotte geweckt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die Entstehungsgeschichte von "Highlander" ist ähnlich skurril und turbulent wie sein Plot. Drehbuchautor Gregory Widen hatte sein Filmstudium noch nicht einmal abgeschlossen, als er sein Skript an die Produzenten Peter Davis und William Panzer verkaufte. Die ließen Widens deutlich düsterere Geschichte von den Autoren Peter Bellwood und Larry Ferguson aufhellen. Als Hauptdarsteller wurde auf Vorschlag von Regisseur Russell Mulcahy Christopher Lambert engagiert, der zu diesem Zeitpunkt kein Wort Englisch sprach, geschweige denn nach einem Schotten klang, was aber weder der Regisseur noch die Produzenten wussten. Für den Australier Mulcahy, der zuvor eine ganze Reihe von Musikvideos gedreht hatte, bedeutete "Highlander" erst die zweite Regie bei einem abendfüllenden Spielfilm. Und damit sind die Turbulenzen noch lange nicht zu Ende ...

Einen dicken schottischen Akzent hatte nämlich Sean Connery, der in den Rückblenden an der Seite Lamberts auftritt. Dass er einen spanischen Edelmann mit ägyptischen Wurzeln spielte, focht den ehemaligen Bond-Darsteller anscheinend nicht an. Eigenen Aussagen zufolge feilte er im Vorfeld gar an einem spanischen Akzent. Im fertigen Film ist davon allerdings nichts zu hören. Zudem setzte der Vorzeige-Schotte die Produktion gehörig unter Druck. Um überhaupt im Film mitzuspielen, stellte er die Bedingung, dass all seine Szenen in nur einer Woche Drehzeit im Kasten sein müssten – wofür er die stattliche Summe von einer Million US-Dollar kassierte.

Obwohl der Film nur 19 Millionen US-Dollar kostete, machte er Minus. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von nicht ganz 13 Millionen US-Dollar war "Highlander" ein veritabler Flop. Bei den Filmkritikern erging es ihm nicht besser. Die Besprechungen waren vernichtend. Seinen Siegeszug trat der unsterbliche Schwertkämpfer aus dem schottischen Hochland erst im Zuge seiner Zweitverwertung an. Auf VHS war der Film ein Hit und avancierte zum Kultfilm. Mehrere Fortsetzungen, eine Fernsehserie und Auskopplungen in verschiedenen anderen Medien folgten. Doch wie gut beziehungsweise schlecht gealtert ist "Highlander", jetzt wo er als Wiederaufführung in die Kinos kommt?

Die Antwort liegt irgendwo dazwischen. Wer sich an der an den Haaren herbeigezogenen Geschichte nicht stört, wird ordentlich unterhalten. Von einem Meisterwerk mit Klassikerstatus ist "Highlander" jedoch unzählige Schwertlängen entfernt. Dafür ist der Film schlicht und ergreifend ein zu heilloses Durcheinander. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen und historisch beeindruckende Bauten stehen neben billigen Kulissen und kostengünstigen Effekten. Die zuweilen wegweisende Kameraarbeit und rasante Schnitte fegen über Plotlöcher hinweg, um diese mit ihrem Tempo zu verdecken. Überhaupt ist das Erzähltempo ein großes Problem, weil sich Regisseur Mulcahy nicht recht entscheiden kann, wann er es drosseln und wann anziehen soll. Immer wieder sieht sein Film mehr wie ein Musikvideo denn wie ein Spielfilm aus.

Dazu passt denn auch, dass der Soundtrack mit Songs wie "Princes of the Universe", "Who Wants To Live Forever " und "A Kind Of Magic" von Queen stammt. Das Sahnehäubchen auf einer ohnehin schon seltsam schmeckenden Torte!

Fazit: An den Kinokassen war "Highlander" ein Flop, via VHS erlangte er Kultstatus. Sonderlich gut ist er auch 36 Jahre nach seinem Entstehen nicht, wenn er jetzt als Wiederaufführung in die Kinos kommt. Dieses Fantasy-Action-Spektakel ist eine echte Achterbahnfahrt, unterhält aber prächtig, wenn man sein Hirn ausschaltet oder Freude am Skurrilen hat.




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Besetzung & Crew von "Highlander - Es kann nur einen geben"Alles anzeigen

Land: USA
Jahr: 1986
Genre: Action, Fantasy
Originaltitel: Highlander
Länge: 135 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 06.09.2022
Regie: Russell Mulcahy
Darsteller: Christopher Lambert als Connor 'The Highlander' MacLeod / Russell Edwin Nash, Roxanne Hart als Brenda J. Wyatt, Clancy Brown als Victor Kruger / The Kurgan
Verleih: Studiocanal

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