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Alles eine Frage der Zeit (2012)

About Time

Britisches SciFi-Drama: Der 21jährige Tim Lake erfährt von seinem Vater, dass er durch die Zeit reisen kann. Mit Hilfe dieser Fähigkeit versucht er, seine Lieben vor Leit und Trauer zu bewahren, muss aber bald feststellen, dass das unmöglich ist...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Tim Vater (Bill Nighy) erklärt seinem Sohn auch, dass er für eine Zeitreise keine extravagante Apparatur benötigt. Es reicht vollkommen aus sich in einen Kleiderschrank oder einen anderen dunklen Raum zurückzuziehen, die Fäuste zu ballen und sich voll auf den Momentim eigenen Leben, zu dem man zurückreisen möchte, zu konzentrieren. Dies probiert Tim (Domhnall Gleeson) sofort aus, als Charlotte (Margot Robbie), die sexy Freundin seiner Schwester Kit Kat (Lydia Wilson), den Sommer im Landhaus der Lakes verbringt. Immer wenn Tim sich bei einem seiner Annäherungsversuche zu tollpatschig anstellt, wiederholt er das Ganze im Zweifelsfalle gleich mehrfach, bis sich der gewünschte Effekt einstellt. Doch Charlottes Gefühle kann Tim trotz seiner Zeitreisetricks nicht verwandeln. Als die Schöne zu Sommerende wieder abreist, ist Tim weiterhin solo. Tims Glück scheint sich zu wandeln, als er eine Arbeit als Jurist in London annimmt. Dort lernt er Mary (Rachel McAdams) kennen und verliebt sich sofort in sie. Bald hat Tim auch eine erste Verabredung mit ihr. Doch kurz darauf reist Tim um einem Freund zu helfen in der Zeit zurück und muss feststellen, dass er in dieser alternativen Realität zum Zeitpunkt, als er Mary kennengelernt hatte, woanders war...

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der in Australien geborene Richard Curtis ist bekannt als Experte für typisch britische Komödien, die zumeist auch romantisch sind. Von Curtis stammen die Drehbücher zu Filmen wie Notting Hill“ (1999) und „Bridget Jones“ (2001). Aber auch die Figur des Mr. Bean ist eine Erfindung aus seiner Feder. Vor zehn Jahren gab Curtis mit der romantischen Komödie „Tatsächlich ... Liebe“ (2003) sein Regiedebüt. „Alles eine Frage der Zeit“ ist seine dritte Regiearbeit. Der Film verbindet eine romantische Komödie mit Elementen eines Zeitreisefilms in der Art von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993) zu einer extrem sympathischen neuen Einheit. Die RomCom behandelt zwar das Thema Zeitreise, ist jedoch alles andere, als ein typischer Science-Fiction-Film. Es geht nicht um die Änderung des Laufs der Weltgeschichte und die Rettung der Menschheit, sondern alleine um die Korrektur privater Missgeschicke. Zwar nutzt Tim seine Gabe auch immer mal wieder dazu ihm nahestehenden Menschen zu helfen, doch muss er an dieser Stelle feststellen, dass er die anderen im Endeffekt nicht ändern kann. Auch für ihn selbst stellt sich zunehmend die Frage, in wieweit diese Zeitreisen tatsächlich den Königsweg zum Glück darstellen...

„Alles eine Frage der Zeit“ gefällt durch eine spritzige Handlung, welche geschickt die gängigen Klischees einer romantischen Komödie umschifft. Ein weiterer großer Pluspunkt sind die leicht schrägen und zugleich sehr sympathischen Charaktere. Wirklich großartig sind besonders Bill Nighty („Shaun of the Dead“) als Tims leicht kauziger Vater und Richard Cordery („Les Misérables“) als dessen geistig leicht minderbemittelter, aber extrem netter, Bruder „Onkel D“. Im Gegensatz zu vielen ähnlich gelagerten Hollywoodfilmen geht es nicht darum aus am Rande stehenden „Losern“ angepasste „Gewinner“ zu machen. Richard Curtis zeigt ganz im Gegenteil, dass es gerade die individuellen Eigenheiten und die kleinen Macken sind, welche die Menschen liebenswert machen. „Alles eine Frage der Zeit“ verteidigt somit das wahre Individuum, zu dem gerade auch Ecken und Kanten gehören. Korrigiert werden muss, wie im Falle von Tims abgerutschter Schwester ab und zu natürlich trotzdem mal etwas, aber zunächst einmal ist jeder genau so okay, wie er ist. Somit wartet dieses Feelgoodmovie mit einer sehr positiven Botschaft für seine Zuschauer auf, die man nach dem Kinobesuch sehr gerne mit nach Hause nimmt.

Fazit: Richard Curtis´„Alles eine Frage der Zeit“ ist eine romantische Komödie, die sehr sympathisch und wesentlich origineller, als viele andere Filme dieses Genres ist. Es geht um Zeitreisen und darum, was ein wirklich erfülltes Leben ausmacht.




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Land: Großbritannien
Jahr: 2012
Genre: Drama, Science Fiction
Länge: 123 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 17.10.2013
Regie: Richard Curtis
Darsteller: Nichola Fynn, Bill Nighy, Vanessa Kirby
Verleih: Universal Pictures International

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