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Alles eine Frage der Zeit
Alles eine Frage der Zeit
© Universal Pictures Germany

Kritik: Alles eine Frage der Zeit (2012)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der in Australien geborene Richard Curtis ist bekannt als Experte für typisch britische Komödien, die zumeist auch romantisch sind. Von Curtis stammen die Drehbücher zu Filmen wie Notting Hill“ (1999) und „Bridget Jones“ (2001). Aber auch die Figur des Mr. Bean ist eine Erfindung aus seiner Feder. Vor zehn Jahren gab Curtis mit der romantischen Komödie „Tatsächlich ... Liebe“ (2003) sein Regiedebüt. „Alles eine Frage der Zeit“ ist seine dritte Regiearbeit. Der Film verbindet eine romantische Komödie mit Elementen eines Zeitreisefilms in der Art von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993) zu einer extrem sympathischen neuen Einheit. Die RomCom behandelt zwar das Thema Zeitreise, ist jedoch alles andere, als ein typischer Science-Fiction-Film. Es geht nicht um die Änderung des Laufs der Weltgeschichte und die Rettung der Menschheit, sondern alleine um die Korrektur privater Missgeschicke. Zwar nutzt Tim seine Gabe auch immer mal wieder dazu ihm nahestehenden Menschen zu helfen, doch muss er an dieser Stelle feststellen, dass er die anderen im Endeffekt nicht ändern kann. Auch für ihn selbst stellt sich zunehmend die Frage, in wieweit diese Zeitreisen tatsächlich den Königsweg zum Glück darstellen...

„Alles eine Frage der Zeit“ gefällt durch eine spritzige Handlung, welche geschickt die gängigen Klischees einer romantischen Komödie umschifft. Ein weiterer großer Pluspunkt sind die leicht schrägen und zugleich sehr sympathischen Charaktere. Wirklich großartig sind besonders Bill Nighty („Shaun of the Dead“) als Tims leicht kauziger Vater und Richard Cordery („Les Misérables“) als dessen geistig leicht minderbemittelter, aber extrem netter, Bruder „Onkel D“. Im Gegensatz zu vielen ähnlich gelagerten Hollywoodfilmen geht es nicht darum aus am Rande stehenden „Losern“ angepasste „Gewinner“ zu machen. Richard Curtis zeigt ganz im Gegenteil, dass es gerade die individuellen Eigenheiten und die kleinen Macken sind, welche die Menschen liebenswert machen. „Alles eine Frage der Zeit“ verteidigt somit das wahre Individuum, zu dem gerade auch Ecken und Kanten gehören. Korrigiert werden muss, wie im Falle von Tims abgerutschter Schwester ab und zu natürlich trotzdem mal etwas, aber zunächst einmal ist jeder genau so okay, wie er ist. Somit wartet dieses Feelgoodmovie mit einer sehr positiven Botschaft für seine Zuschauer auf, die man nach dem Kinobesuch sehr gerne mit nach Hause nimmt.

Fazit: Richard Curtis´„Alles eine Frage der Zeit“ ist eine romantische Komödie, die sehr sympathisch und wesentlich origineller, als viele andere Filme dieses Genres ist. Es geht um Zeitreisen und darum, was ein wirklich erfülltes Leben ausmacht.





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