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FBW-Bewertung: Into the Woods (2014)

Prädikat wertvoll

Jurybegründung: Nach dem Musical von Stephen Sondheim entstand der Film INTO THE WOODS. Mit einer großartigen Besetzung steigt der Film in sein märchenhaftes Thema ein. Was alles im Wald passieren kann, wird durch die Figuren bekannter Märchen in einer runden Geschichte erzählt. Der musikalische Teil, die Songs und Melodien geben dem Film seine besondere Prägung. Der Einstieg erfolgt mit großem Schwung und wird im Tempo durchgehalten, bis sich die Geschichte in eine ruhigere Gangart begibt und gegen Schluss der Dialog einen stärkeren Anteil einnimmt. Auch die Tonart ändert sich von einem gelegentlich humorvollen und leichten Tonfall hin zu moralisch reflektierenden, quasi philosophischen Sätzen.

Die großartigen Auftritte der Hexe (Meryl Streep), stets begleitet von eindrucksvollen digitalen Effekten, die sie in einem Zyklon aus Staub erscheinen und wieder verschwinden lassen, sind die Höhepunkte des Films. Vor allem die gesungenen Monologe einzelner Figuren sind sehranregend und wortreich, teils in Staccato gesungene Dialoge bestimmen das Tempo des Films mit. Eine weitere Attraktion ist Johnny Depp in der Rolle des Wolfs. Die Rolle des Verführers wird eindeutig, wenn auch poetisch verfremdet, im Film ausgespielt.

Die Kombination der Hauptelemente von vier Märchen ? Hans und die Zauberbohnen, Aschenputtel, Rapunzel und Rotkäppchen ? ergeben in ihrem Zusammenspiel ein neues reizvolles Märchen, das alle Elemente in sich vereint. Hier sehen wir in den Rollen des Bäckers (James Corden) und seiner Frau (Emily Blunt), wie ein Paar erfolgreich lernt, zusammen zu stehen und damit zum Erfolg zu kommen. So erfüllt sich schließlich auch ihr sehnlichster Wunsch nach einem Kind.

Die Struktur des Films wird weitgehend bestimmt durch die musikalischen Auftritte der Protagonisten. Dieses große Ensemble so in Szene zu setzen, ist dem Regisseur herausragend gelungen. Im letzten Akt, wenn sich die Aufregung und Suche der einzelnen Figuren gelegt hat und Ruhe einkehrt, werden alle Symbole nochmals beschworen, die Moral gefeiert, die Mystik des Waldes, seine Geheimnisse, die zum glücklichen Ende fast aller Beteiligten führen.

Die letzten Szenen trafen in der Jury nicht nur auf Zustimmung. Vor allem die moralisierenden Thesen wurden als didaktisch und zu umfangreich befunden, der Stimmungswechsel des Films nicht nur positiv vermerkt.

Die Jury entschied sich einstimmig für das Prädikat wertvoll.




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