oder

Into the Woods (2014)

Es hat 30 Jahre lang gedauert, bis Hollywood Steven Sondheims Musicalhit "Into the woods" verfilmt hat. Rob Marshalls Adaption unterhält nun vor allem mit einer tollen Besetzung und Ausstattung.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) wünschen sich sehnsüchtig ein Kind. Dann erfahren sie, dass die Hexe von nebenan (Meryl Streep) vor Jahren das Haus mit einem Fluch belegt hat, der jede Schwangerschaft verhindert. Aber sie bietet ihnen an, diesen Bann aufzuheben, wenn der Bäcker und seine Frau ihr vier Gegenstände geben: Eine Kuh so weiß wie Milch, einen Umhang so rot wie blut, Haare so gelb wie Weizen und Schuhe so rein wie Gold. Sie lassen sich auf das Angebot ein – und unterwegs begegnen sie unter anderem Rotkäppchen (Lilla Crawford) und dem Wolf (Johnny Depp), Rapunzel (Machenzie Mauzy), Cinderella (Anna Kendrick), Prince Charming (Chris Pine) und Jack (Daniel Huttlestone) mit den magischen Bohnen. Aber nicht umsonst heißt es, man solle vorsichtig mit seinen Wünschen sein …

Bildergalerie zum Film

Into the Woods - Poster Meryl StreepInto the Woods - Poster Johnny DeppInto the Woods - Poster Chris PineInto the Woods - Poster Anna KendrickInto the WoodsInto the Woods


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die Einstiegssequenz von "Into the woods" ist zugleich einer der Höhepunkte des Films. In einer mitreißenden Parallelmontage werden die Figuren eingeführt, von denen jede einen Wunsch hat: Cinderella (Anna Kendrick) möchte auf den Ball von Prince Charming (Chris Pine) gehen, Jack (Daniel Huttlestone) bittet, dass seine weiße Kuh wieder Milch gibt, Rotkäppchen (Lilla Crawford) hofft, dass sie den Weg zur Großmutter findet, und die Bäckersfrau (Emily Blunt) und ihr Ehemann (James Corden) wünschen sich ein Kind – und schwupps! – steht die Hexe (Meryl Streep) vor der Tür. Sie gesteht dem Bäckersehepaar, dass sie ihr Haus einst mit einem Fluch belegt hat, nun aber gewillt ist, ihn rückgängig zu machen. Dafür braucht sie jedoch vier bestimmte Gegenstände. Also macht sich der Bäcker auf den Weg, alle Utensilien zu sammeln, und trifft unterwegs immer wieder auf andere Beteiligte und weitere Märchenfiguren.

Dieser Einstieg verspricht jede Menge Musik, ein aufwendiges Produktionsdesign und eine schwungvolle Inszenierung. Tatsächlich werden in der ersten Hälfte des Films lustvoll Märchenmotive durcheinander geworfen, es wird persifliert, parodiert, neue Subtexte entstehen und es gibt ein Duett ("Agony") zwischen Prince Charming und seinem Bruder (Billy Magnussen), das schlichtweg die lustigste Sequenz seit langem ist. Dann erfolgt jedoch ein Bruch – und das Happy End ist alles andere als glücklich. Nachdem der Bäcker alle Gegenstände gesammelt, die Hexe ihren Willen bekommen hat und alle anderen Wünsche erfüllt sind, treffen die Folgen Warnung ein, man solle mit seinen Wünschen vorsichtig sein. Denn nicht nur Cinderella ist mit Prince Charming nicht so glücklich wie erhofft, sondern auch die anderen Figuren haben Schwierigkeiten mit ihrem neuen Leben – und das ganze Märchenland ist in Gefahr! Hier wird aus dem prunkvollen Musical zusehends ein Fantasyfilm, allerdings fehlen diesem zweiten Akt das Tempo und vor allem einige Songs, die den Figuren mehr Tiefe verleihen. Gerade im ersten Teil war der Ansatz vielversprechend, dass alle Figuren etwas Gutes und Böses in sich haben, doch dann scheint als fehlte im zweiten Teil die Zeit für sorgfältigeres Erzählen. Konnte Cinderella erst noch überlegen, ob sie ihren Schuh tatsächlich auf dem Teer hinterlassen will, kommt es nun zu dem äußerst plötzlichen Tod einer Figur. Die Wandlung der Hexe wird kaum thematisiert – und auch von Rapunzel ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Stattdessen kommt es zu unerwarteten Erkenntnissen der Figuren, die filmisch nicht nachvollzogen, sondern vorgegeben werden.

Insgesamt überzeugt "Into the woods" daher vor allem seinen singfreudigen Darstellern, insbesondere Meryl Streep, Emily Blunt und Anna Kendrick geben den typischen Märchenfiguren mehr Tiefe. Und so haftet "Into the woods" in den besten Momenten der Charme vergangener Filmmusicals an.

Fazit: "Into the woods" ist ein unterhaltsames Filmmusical, das im zweiten Akt an Tempo und Höhepunkten verliert.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: wertvollNach dem Musical von Stephen Sondheim entstand der Film INTO THE WOODS. Mit einer großartigen Besetzung steigt der Film in sein märchenhaftes Thema ein. Was alles im Wald passieren kann, wird durch die Figuren bekannter Märchen in einer runden [...mehr]

TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Into the Woods

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Fantasy, Musical
Kinostart: 19.02.2015
Regie: Rob Marshall
Darsteller: Billy Magnussen, Christine Baranski, Daniel Huttlestone
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Awards - Oscar 2015Weitere Infos


Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.