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Prince Avalanche
Prince Avalanche
© Kool Filmdistribution

Kritik: Prince Avalanche (2013)


In seinem charmanten Remake des isländischen Films "Either Way" von Hafsteinn Gunnar Sigurðsson erzählt Regisseur David Gordon Green eine einfache, aber amüsante Geschichte über zwei Männer im Wald. Ihre Unterschiede und lakonischen Dialoge sorgen für einige Lacher, dazu gibt es hinreißende Natur-Aufnahmen, die sich selbst nicht immer allzu ernst nehmen. Schließlich formen sich hier aus Markierungen an Bäumen auch schon einmal Buchstaben. Zusammen mit dem guten Soundtrack versprüht der Film auf diese Weise den typischen amerikanischen Indie-Charme – mit einem Hauch isländischer Skurrilität.

Insbesondere lebt der Film von der bestechenden Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Paul Rudd ist hinreißend als bemühter Alvin, der stets das Richtige tun will und seiner Freundin Madison Geld nach Hause schickt. Seine Darstellung gehört bisher auf der Berlinale im Wettbewerb zu den Höhepunkten bei den Schauspielern. Er spielt leise, unaufdringlich und mit sehr viel Authentizität. Zu ihm passt Emile Hirsch als charmant-trotteliger Verlierertyp mit gutem Herzen. Gemeinsam sind sie ein Duo, dem man gerne eine Weile bei der eintönigen Arbeit zuhört und zusieht. Wenn sie dann noch einen alten Lastwagenfahrer treffen, der ihnen selbstgebrannten Schnaps überreicht, und eine alte Lady mit rotem Hut, die in den Ruinen ihres Hauses nach ihrer Vergangenheit sucht, legen sich Humor und eine leise Nachdenklichkeit über den Film, die ihm sehr gut stehen.

Fazit: David Gordon Greens Film ist ein lakonisches Roadmovie mit amüsanten Dialogen – und sehr viel Indie-Charme.




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