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Erich Mendelsohn - Visionen für die Ewigkeit
Erich Mendelsohn - Visionen für die Ewigkeit
© Salzgeber & Co

Kritik: Erich Mendelsohn - Visionen für die Ewigkeit (2011)


"Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit" ist eine lehrreiche Dokumentation über den berühmten Architekten geworden, die sich aber nicht nur ausführlich seinem Leben und Werk widmet. Weitere Bedeutung kommt nämlich der Liebesbeziehung zwischen Mendelsohn und seiner Frau Luise zu, die einen wesentlichen Einfluss auf das Wirken und die Arbeit ihres Mannes hatte.

Das erzählerische Gerüst dieser Dokumentation bildet die Liebesgeschichte zwischen Erich und Luise Mendelsohn, die sich durch den kompletten Film zieht, ebenso, wie die enge Verbindung zu seiner Frau lebenslang bestand. Schnell wird deutlich, welchen Einfluss und welche Wirkung die begabte Cellistin und damit deren Liebesbeziehung auf Mendelsohn hatten. Ein Großteil des Films widmet sich den gefühlvollen, poetischen Briefen, die Mendelsohn seiner Luise von der russischen Front zukommen ließ. Auch werden die beeindruckenden kleinen Zeichnungen und nur Briefmarken-großen Skizzen von seinen Visionen und Gedanken ausführlich gezeigt, die er ebenso an Luise schickte. "Damals wusste ich noch nicht, dass diese Skizzen mal in die Geschichte der Architektur eingehen würden", heißt es an einer Stelle des Films und macht Luises Gedanken zu den Briefen ihres Mannes deutlich. Durch das Offenlegen der Briefe zwischen Erich und Luise wird deren inniges Verhältnis untereinander sowie das Seelenleben der beiden Liebenden auf nachdrückliche Weise deutlich.

Dabei verzichtet der Film auch nicht darauf, Mendelsohns bekannteste und bedeutendste Bauwerke und Gebäude ins Blickfeld zu rücken. Besondere Bedeutung kommt dem Einsteinturm in Potsdam zu, mit dem Mendelsohn dazu beitragen wollte, Einsteins Relativitätstheorie experimentell zu bestätigen. So begleitet der Film z.B. zwei indische Architektur-Studenten, die extra aus ihrer Heimat nach Potsdam gereist sind, um dieses wegweisende Gebäude in Augenschein zu nehmen. Regisseur Dror wandelt in seinem Film auf den Spuren des kreativen Architekten und zeigt auch andere wichtige Wirkungsstätten von Mendelsohn, wie z.B. Chemnitz, wo Mendelsohn Ende der 20er-Jahre ein weiteres Schocken-Kaufhaus errichtete. Dieses Gebäude wurde vor allem aufgrund der bogenförmigen Front mit den horizontalen Fensterbändern berühmt. Im Film kommen zudem Architekten und Passanten zu Wort, die ihre ganz persönlichen Sichtweisen und Meinungen zu Mendelsohn und seiner Arbeit darlegen. Somit entsteht alles in allem ein stimmiges, ausführliches Porträt des Architekten, das Mendelsohns Leben aber eben auch die so wichtige Beziehung zu seiner Frau berücksichtigt.

Fazit: "Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit" ist das treffende Porträt eines der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts, das sich neben dessen Arbeit und Wirken auch der intensiven Liebesbeziehung zu seiner Frau widmet.





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