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One Chance - Einmal im Leben (2013)

One Chance

Britisch-Amerikanisches Biopic-Drama über Paul Potts' Aufstieg vom Handyverkäufer zum Klassikstar, der allein in Deutschland bislang 3,5 Millionen Platten verkauft hat.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Im walisischen Port Talbot gilt ein Junge nicht als cool, wenn er am liebsten klassische Lieder singt. Mit dieser Erfahrung groß geworden, verfügt Paul Potts (James Corden) nicht gerade über viel Selbstvertrauen. Hätte sein Chef Braddon (Mackenzie Crook) aus dem Handyladen nicht ein wenig nachgeholfen, wäre es wohl auch nie zum Date mit Julz (Alexandra Roach) gekommen. Die beiden verlieben sich und Julz ermutigt Paul, seinen Traum zu verwirklichen und die Opernschule in Venedig zu besuchen. Mit dem Preisgeld, das er bei einem Wettbewerb gewinnt, fährt er bald darauf nach Italien. Sein Glück ist perfekt, als er bei Luciano Pavarotti (Stanley Townsend) vorsingen darf. Doch der Startenor weist ihn ab: Vielleicht werde er nie ein Opernsänger, denn es fehle ihm das nötige Selbstbewusstsein.

Paul kehrt am Boden zerstört heim. Die Arbeit in der Industrie, die ihm sein Vater Roland (Colm Meaney) verschafft, ist nichts für ihn. Er heiratet Julz, jobbt im Handyladen und blüht erneut auf, als ihm eine unbezahlte Rolle in einer Amateuroper angeboten wird. Nach einer Blinddarmoperation geht Paul viel zu früh auf die Bühne, wo er umkippt. Weitere Rückschläge folgen: ein Tumor, ein Verkehrsunfall. Das Ehepaar kämpft mit Schulden, als Paul im Internet auf die Castingshow "Britain's Got Talent" aufmerksam wird. Der Rest ist Geschichte.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Mit Opernarien singt sich der 36-jährige Paul Potts 2007 nicht nur auf das Siegerpodest der britischen Fernsehshow "Britain's Got Talent", sondern wird daraufhin auch zum Plattenmillionär. Diesen Erfolg verdankt der Laiensänger, der es nie zu der erträumten Karriere auf den großen Opernbühnen brachte, der Beharrlichkeit, mit der er seiner Leidenschaft treu blieb. Der nach Paul Potts' erstem Album "One Chance" benannte Spielfilm von Regisseur David Frankel vermeidet es, in die Kitschfalle zu tappen. Geschickt inszeniert und packend gespielt, gelingt es dem Drama, das Einmalige dieser wahren Geschichte gefühlsmäßig auf den Punkt zu bringen.

Zwar geht es im Film auch oft um Paul Potts Lieblingsarien, wie "Nessun Dorma" aus der Oper "Turandot" von Puccini, aber das Leben des Sängers prägt den Inhalt stärker als die Musik. Zum einen überrascht der Film mit einer bezaubernden Liebesgeschichte, die ein wenig an den Boxerfilm "Rocky" erinnert, aber mit weniger Pathos auskommt. Der etwas übergewichtige, linkische junge Mann und die natürliche, bescheidene Julz ergeben ein wunderbares Paar. Julz lässt es so einfach aussehen, was vielen Menschen in Pauls Umgebung nicht recht gelingt: an diesen Mann und seinen Traum zu glauben. Denn Paul fällt nicht nur in der gehobenen Welt der Opernschule von Venedig auf wie ein bunter Hund, sondern auch daheim, wo die Männer ihrer Muskelkraft vertrauen und allenfalls mal Trinklieder singen. Wenn ihn dann in den Jahren vor dem Auftritt in der Talentshow auch noch eine unglaubliche Pechsträhne heimsucht, versteht man die Zweifel seines Vaters Roland (Colm Meaney): Vielleicht setzt Paul die Prioritäten falsch, jagt einer vagen Illusion nach.

Der Film zeichnet die Charaktere sehr überzeugend und fängt mit ihnen auch das Arbeitermilieu treffend ein, in dem Paul lebt. Da sind die herzlichen, aber in ihrer Haltung zu Paul sehr verschiedenen Eltern, oder der schräge Braddon aus dem Handyladen. Er sorgt nicht nur für Humor in der Geschichte, sondern spielt auch als Freund eine wichtige Rolle. Die Inszenierung lässt die Grautöne, die Tristesse von Pauls Heimatstadt oder auch seine starke Nervosität vor Auftritten, sehr lebendig werden. So identifiziert man sich anhand der vielen Hürden zunehmend mit diesem Charakter, der einfach nur singen will, weil die Oper sein Leben ist. Frankel tut gut daran, zurückgenommen zu erzählen, die unscheinbaren Momente hervorzukehren und Paul nicht zu glorifizieren. Man verlässt das Kino tief befriedigt, weil der Film diese Geschichte so schön und lebensnah erzählt.

Fazit: Die Geschichte des Laientenors Paul Potts, der 2007 eine britische TV-Talentshow gewann und sich mit Opernarien weltweit in die Herzen der Menschen sang, wird von David Frankel in einen gelungenen Spielfilm verwandelt. Er spricht weniger die Opernliebhaber, als Zuschauer an, die ein bewegend und realitätsnah erzähltes Drama schätzen.




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FBW: besonders wertvollVom Handy-Verkäufer zum Klassik-Star. Der Film von David Frankel zeichnet die Lebensgeschichte von Paul Potts nach, der 2007 überraschend den Talentwettbewerb ?Britain?s Got Talent? gewann und damit den Grundstein zu einer Opern-Karriere legte. Der [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA, Großbritannien
Jahr: 2013
Genre: Drama, Biopic
Länge: 104 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 22.05.2014
Regie: David Frankel
Darsteller: Matthew David McCarthy, Colm Meaney, Alessandro De Marco
Verleih: Concorde

Zusatzinformation

Das Biopic über den "Britain's got Talent"-Gewinner Paul Potts feierte auf dem Internationalen Filmfest Toronto seine Weltpremiere.Britain's got Talent

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