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FBW-Bewertung: Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2016)

Prädikat besonders wertvoll

Jurybegründung: Der dritte und abschließende Teil der Trilogie erzählt auf gewohnt turbulente Weise, warum es keine Drachen mehr gibt auf der Welt. Zwar hat die bunte Drachenschar einen schönen Platz gefunden, und außerdem lässt es sich hier gut zusammen mit den Menschen leben und herrlich fliegen. Aber der böse Drachentöter Grimmel und seine finstere Truppe sind weiter auf Drachenfang. Der jugendliche Held Hicks und seine getreuen Freunde müssen immer wieder in riskanten Manövern Drachen aus der Gefangenschaft befreien. Und immer noch geben die Drachentöter keine Ruhe. Und so beschließt Hicks, dass es an der Zeit ist,sich auf die Reise zu einem utopischen Ort am Ende der Welt zu machen, wo alle miteinander in Ruhe und Frieden leben können.

Bei DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 3: DIE GEHEIME WELT handelt es sich um ein außerordentliches Kinovergnügen mit phantastischer Animation, optischer Opulenz und einer anrührenden Geschichte. Dramaturgisch ist der Film gekonnt strukturiert mit stimmigem Wechsel von dramatisch-rasanten Kampfszenen, bei denen allerdings niemand richtig zu Schaden kommt, waghalsig-temporeichen Flugmanövern und ruhig-idyllischen Szenen voller Freundschaft und Liebesgeturtel. Gekonnt werden schier unübersichtlichen Massenszenen, bei denen das Bild mehr bietet, als das Auge fassen kann, intim-vertrauliche Momente gegenübergestellt. Etwa wenn Hicks sich an ein nächtliches Gespräch in den Armen seines Vaters erinnert oder seine pfiffig-kluge Freundin Astrid ihm Mut zuspricht. Zauberhaft die zahlreichen Liebesballette zwischen dem pechschwarzen kleinen Drachen Ohnezahn und dem schneeweißen Drachenmädchen Fury. Spannung und Entlastung halten sich in diesem Film ganz wunderbar die Waage.

Zwar erzählt der Film eine traditionelle Heldengeschichte, bei der die Mission ? den Drachen eine sichere Heimat zu verschaffen ? vom Vater auf den Sohn weitergereicht wird. Aber zeitgemäße Aspekte sind vorhanden. Es gibt durchaus starke weibliche Figuren, wie, eher im Hintergrund, Hicks? Mutter, sehr präsent die mutige Freundin Astrid und, ziemlich eigenständig, das weiße Drachenmädchen. Diese Figuren bewegen die Narration immerhin in Richtung Gleichberechtigung. Beeindruckend außerdem, wie bei allem Spaß, den der Film bereitet, untergründig eine ernste und überlebenswichtige Frage verhandelt wird: wie es nämlich hinzubekommen ist, dass jedes Lebewesen auf diesem Planeten einen guten und sicheren Platz findet.




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