VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman
Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman
© 20th Century Fox

Kritik: Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der lustige Zeitreisen-Kinderfilm aus dem Hause DreamWorks Animation verbindet ein turbulentes Abenteuer mit einer informativen Geschichtsstunde. Der geniale Hund und sein Menschensohn statten der Vergangenheit ereignisreiche Stippvisiten ab: Sie mischen in der Französischen Revolution mit, im alten Ägypten, im Trojanischen Krieg und helfen Leonardo da Vinci dabei, die schlecht gelaunte Mona Lisa, die er malen will, zum Lächeln zu bringen. Im Zentrum aber steht die Frage, ob Mr. Peabody tatsächlich ein guter Vater für Sherman ist, der eine Menge Schwierigkeiten verursacht. Dieses ungewöhnliche Gespann ist keine neue Erfindung, sondern eine charmante Wiederentdeckung: Es entstammt einer Reihe von Kurzfilmen, die im amerikanischen Fernsehen in den 1950er und 1960er Jahren liefen.

Unter der Regie von Rob Minkoff ("Der König der Löwen") werden der coole, nerdige Hund und sein ziemlich normaler Junge in einen visuell sehr ansprechenden CGI-Ausflug geschickt. Bunt und reich ausgeschmückt wechseln sich darin historische Schauplätze mit futuristischem Reisespektakel aus rutschbahnartigen Wurmlöchern, Schwarzem Loch und einem fragilen Raum-Zeit-Kontinuum ab. In der Vergangenheit wird es für die Besucher oft ziemlich brenzlig, und der Hund muss wiederholt all seine Genialität aufbieten, um den Jungen und Penny zu retten. Obwohl Sherman die Komplikationen selbst verursacht, hat er im entscheidenden Moment auch die beste Idee, wie man die Gegenwart davor bewahren kann, ihrerseits ungebetenen Besuch von früher zu erhalten. Wie Peabody und Sherman es jeweils schaffen, ihren Verfolgern zu entkommen, wird mit einem Brimborium aus Effekten und Schnitten mehr verschleiert, als offenbart. Aber das wirkt nicht weiter schlimm, denn die leicht geheimnisvolle Aura passt gut zum Sci-Fi-Charakter der Geschichte. Und auch zum Überflieger-Hund, dessen Berechnungen und Erkenntnisse Sherman zwar immer wieder begeistern, ihn aber auch gestehen lassen: "Kapier ich nicht!" Obwohl so viel passiert, nimmt sich der Film bei Leonardo da Vinci zum Beispiel auch wieder ausreichend Zeit, um ihn auf nostalgische Weise als technischen Tüftler und Erfinder zu würdigen.

Seinen unbeschwerten Witz und seine coole Lässigkeit erhält der Film vor allem dank des Hundecharakters. Peabody lebt wie ein Mensch unter lauter Menschen, nur dass er viel klüger als die meisten von ihnen ist. Er spricht sehr gewählt und handelt immer überlegt: Emotionen sind weniger sein Fall. Diese talentierte Ausnahmeerscheinung ist eine ständige, unschuldige Provokation. Kann ein Hund ein guter Vater für ein Kind sein? Gerade weil diese Frage abwegig ist, macht es so viel Spaß, ihr einen ganzen Film lang zu folgen.

Fazit: Dieses charmante Animationsabenteuer bietet kurzweilige, visuell ansprechende Zeitreisen in die Vergangenheit und ein cooles Vater-Sohn-Gespann mit einem Hund in der Elternrolle.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.