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Zwischen zwei Leben - The Mountain between us
Zwischen zwei Leben - The Mountain between us
© 20th Century Fox

Kritik: Zwischen zwei Leben - The Mountain Between Us (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Zwischen zwei Leben – The Mountain between us" setzt der palästinensische Filmemacher Hany Abu-Assad ("Paradise Now", "Ein Lied für Nour") auf Basis eines Drehbuchs von Chris Weitz und J. Mills Goodloe den gleichnamigen Roman von Charles Martin in Szene. Dabei mixt er ein mit Spannungselementen versehenes Survival-Drama mit einer sich entwickelnden Romanze.

Zu Beginn vermag dies recht gut zu funktionieren: Der Absturz des kleinen Privatflugzeugs wird extrem mitreißend umgesetzt – und die ersten Realisierungsmomente danach sowie die ersten wichtigen Überlebensmaßnahmen werden uns nachvollziehbar vor Augen geführt. Hinzu kommen die einnehmenden Bilder der schneebedeckten Berglandschaft von der versierten Kamerafrau Mandy Walker ("Australia"); insbesondere die Luftaufnahmen sind sehr eindrücklich. Je mehr sich der Film dann jedoch der Liebesgeschichte zuwendet, desto künstlicher und weniger überzeugend wirkt er. Trotz harter Bedingungen, mit denen sich das Figurenpaar Alex und Ben konfrontiert sieht, muten die beiden stets vergleichsweise adrett an; der Hochglanz-Charakter des Werks macht jede Spur von Authentizität zunichte. Die Klänge des Komponisten Ramin Djawadi sind überdies an einigen Stellen entschieden zu aufdringlich.

Kate Winslet und Idris Elba harmonieren durchaus respektabel miteinander und agieren wie üblich souverän; gegen die klischeehaften und oftmals redundanten Dialoge können sie allerdings auf die Dauer nicht anspielen. Dass Dermot Mulroney den Verlobten von Alex überaus blass verkörpert, führt dazu, dass auch der Dreieckskonflikt im letzten Akt des Werks ziemlich reizlos bleibt. Auf eine recht interessante Passage, in welcher sich Alex und Ben über ihr jeweiliges Leben nach dem Absturz austauschen, folgt ein Schlussbild, das womöglich zu den unfreiwillig komischsten der jüngeren Kinohistorie gehört.

Fazit: Die Melange aus Katastrophen- und Liebesfilm krankt an ihrem hohen Kitschgehalt, gegen den auch die Schauspielgrößen Kate Winslet und Idris Elba weitgehend machtlos sind.





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