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Liebe im Gepäck
Liebe im Gepäck
© 20th Century Fox

Kritik: Liebe im Gepäck (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Frauen um die 30 können ein Lied davon singen: Wenn sie ihren Verwandten und Freunden noch keinen Bräutigam präsentiert haben, dann finden diese, dass es aber langsam Zeit wird. Das gilt umso mehr für die Hauptfigur dieser romantischen Komödie, deren Mutter selbst fünf Männer vor den Traualtar schleppte. Aber wie soll sich eine attraktive Frau wie Montana überhaupt darüber im Klaren sein, welcher Mann am besten zu ihr passt? Regisseur David E. Talbert kleidet die überraschenden Erkenntnisse ihres Datingtrips in die Atmosphäre eines angenehmen, aber ziemlich seichten Boulevardstücks.

Montanas erster Besuch gilt Graham (Boris Kodjoe), einem Mann wie aus dem Bilderbuch: Er ist sexy, reich und besitzt ein schönes Heim, in dem sie sich bereits Weihnachten im Kreis ihrer eigenen kleinen Familie feiern sieht. Allerdings hat diese Vorstellung einen entscheidenden Schönheitsfehler, der Montana dazu zwingt, künftig doch etwas genauer hinzuschauen. Je mehr Männer sie für einen Abend oder eine Nacht trifft, desto häufiger erkennt sie auch die individuellen Macken hinter der sorgsam gepflegten Erfolgsfassade. Aber schon wegen des Glamours, den diese Dates verbreiten, hat der ausgiebige Kandidatentest außer Komik noch weitere reizvolle Aspekte.

Es leuchtet jedoch nicht wirklich ein, warum sich Montana mit dem Ziel, binnen 30 Tagen den Mann fürs Leben zu finden, selbst so unter Druck setzt. An dieser bemühten Konstruktion krankt der ganze Film. Denn so sehr, wie sich die Stewardess von einem Flug zum nächsten abhetzt, wirkt sie nicht nur realitätsfremd, sondern auch ein wenig albern. Auf diesem Niveau zünden dann auch die meisten Witze nicht wirklich. Dabei ist die Aussage des Films durchaus zeitgemäß: Vor lauter Möglichkeiten hat man/frau immer häufiger Probleme, die richtige Wahl im Leben zu treffen. Aber in dieser auffallend gefälligen Inszenierung scheinen die Schauspieler regelrecht dazu angehalten zu sein, nicht in die Tiefe zu gehen. Das Ergebnis ist dann lediglich eine seicht dahinplätschernde Komödie, an die man keine großen Erwartungen stellen darf.

Fazit: Diese romantische Komödie über eine Stewardess, die sich auf der Suche nach einem vorzeigbaren Ehemann abhetzt, ist allzu seicht und gefällig geraten.




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