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Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers
Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers
© Studiocanal

Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers (2015)

Love the Coopers

Amerikanische Komödie über die Mitglieder einer Familie, die dem Fest der Liebe mit gemischten Gefühlen entgegensehen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Nach 40 Jahren ist die Ehe von Charlotte (Diane Keaton) und Sam Cooper (John Goodman) am Ende. Aber Charlotte bittet Sam, den Kindern von der Trennung vorerst nichts zu sagen, damit sie alle noch einmal Weihnachten wie in alten Zeiten feiern können. Dabei geht es den Kindern auch nicht viel besser: Sohn Hank (Ed Helms), geschiedener dreifacher Vater, sucht verzweifelt einen neuen Job und verschweigt, dass er arbeitslos ist. Tochter Eleanor (Olivia Wilde) hat einen verheirateten Geliebten und Angst vor den Fragen der Mutter nach ihrem Privatleben. Auf dem Flughafen lernt sie den Soldaten Joe (Jake Lacy) kennen. Weil die Chemie zwischen ihnen stimmt, bittet ihn Eleanor, sie auf das Fest zu begleiten und sich als ihr neuer Freund auszugeben.

Charlottes Schwester Emma (Marisa Tomei) braucht noch ein Geschenk, wird aber beim Ladendiebstahl erwischt. Hanks Teenager-Sohn Charlie (Timothée Chalamet) will es zur Feier des Tages riskieren, ein Mädchen zu küssen. Opa Bucky (Alan Arkin) ist entsetzt, als seine gute Freundin, die junge Kellnerin Ruby (Amanda Seyfried), den Job in seinem Stammlokal kündigt und wegziehen will. Er bringt sie mit zum Fest, bei dem auch Tante Fishy (June Squibb) aus dem Altenheim nicht fehlen darf.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Zur Einstimmung auf das Fest der Liebe eignet sich dieser Film der Regisseurin Jessie Nelson ("Ich bin Sam") nur bedingt. Zwar ist er als Wohlfühlkomödie beabsichtigt, arbeitet sich aber recht zäh am Gegensatz von Weihnachtsidylle und der Angst vor der familiären Umarmung ab. Seine episodische Struktur und die namhafte Besetzung halten Reize bereit, die leider mit zunehmender Dauer vom Mangel an Spannung ausgebremst werden. Die Veranstaltung am Ende des langen Tages zielt auf Rührung ab, beweist aber unbeabsichtigt, dass es von der alljährlichen Christbaum-Seligkeit zum nervenzehrenden Kitsch tatsächlich nur ein kleiner Schritt ist.

Der größte Teil der Handlung spielt sich vor dem Beginn des Fests ab, das alle Protagonisten zusammenführt. In kurzen Sequenzen pendelt die Geschichte zwischen parallelen Strängen hin und her und bleibt dabei lange interessant. Die Ehekrise von Charlotte und Sam, der Flughafenflirt von Eleanor und Joe und weitere Einzelgeschichten scheinen jeweils Stoff für einen eigenen Film bieten zu können. Ein starkes, wenn auch nur kurzes Kontrastprogramm zur Fest-Agenda entfaltet Hanks dramatischer Bewerbungstermin. Ebenfalls spannend, aber lustiger entwickelt sich die inspirierte Mini-Psychoanalyse, welche die Ladendiebin Emma im Auto auf dem Weg zum Polizeirevier mit Officer Williams (Anthony Mackie) veranstaltet. Zwischen solchen Handlungssträngen liegen aber auch langweilige oder unergiebige Szenen, die sich mit der Zeit unvorteilhaft häufen. Wenn zum Beispiel Charlotte und Sam in Tante Fishys Altenheim Lieder zum Besten geben, wähnt man sich schnell im falschen Film. Unnötig erscheinen auch die gelegentlichen Rückblenden auf frühere Feste oder der Gag mit dem geheimnisvollen Off-Erzähler.

Die episodische Struktur birgt den Nachteil, dass jede einzelne Geschichte, kaum dass sie umrissen ist, recht zügig in eine Auflösung münden muss. Wobei etwas Ähnliches ja sowieso an Heiligabend passiert, wenn er gut verläuft: Zunächst ist jeder mit seinen individuellen Ängsten und Problemen beschäftigt, später aber bricht sich doch noch das belohnende Gemeinschaftserlebnis Bahn. Das ist bei den Coopers nicht viel anders. Allerdings ziehen sie irgendwann in den Wartesaal eines Krankenhauses um, wie das die Verwandten eines Patienten in amerikanischen Filmen gerne tun, um Nähe zu demonstrieren. So viel Schmalz aber wäre hier zumindest aus Zuschauersicht nicht nötig gewesen.

Fazit: Der Film über eine lose verbundene Familie, die mit gemischten Gefühlen in den Heiligabend startet, schürt mit seiner namhaften Besetzung und der episodischen Struktur die Neugier. Zwischen reizvolle Handlungsstränge drängt sich jedoch viel Leerlauf. Das Vergnügen erweist sich auch als unsicher, wenn die lange infrage gestellte Weihnachtsstimmung schließlich geballt heraufbeschworen wird.





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Land: USA
Jahr: 2015
Genre: Komödie
Kinostart: 03.12.2015
Regie: Jessie Nelson
Darsteller: Diane Keaton als Charlotte, John Goodman als Sam, Ed Helms als Hank
Verleih: Studiocanal

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