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An Enemy to die for - Poster
An Enemy to die for - Poster
© MFA Film

Kritik: An Enemy to die for (2012)


Themen um das Dritten Reich scheinen unerschöpflich. Und so versuchte sich der schwedische Regisseur Peter Dalle auch daran und verortet seine Geschichte an den Nordpol, wo ein Forscherteam aus Deutschen, Engländern, Schweden, einem norwegischen Kapitän und einer russischen Crew die Theorie von dem Urkontinent Pangäa beweisen sollen. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 macht aus Kollegen Feinde. Soweit die Story, die einiges verspricht.

Wer jetzt allerdings eine tiefgehende Handlung erwartet, die die Persönlichkeiten studiert und Menschen in einer solchen Lage analysiert, wird schwer enttäuscht werden. Die Handlung wird bestimmt von Agenten, Verschwörungen, lapidare Verfolgungsjagden und das Ganze gespickt mit unnötigen und schlechten Dialogen. Ganz zu schweigen von der Umsetzung: Die Blue-Screen Technik ist eindeutig zu erkennen und somit wirkt der Film wie ein Fernsehspiel. Dass die Protagonisten permanent im leichten Pullover und ohne Mützen am Nordpol umherwandern, wirkt auch nicht sonderlich realistisch.

Ein englischer Forscher entpuppt sich dann als Nazi-Agent, der das Schiff übernimmt. Warum die russische Crew ihm sofort bedingungslos Folge leistet, bleibt genauso im Dunkeln, wie dass der russische Funker bereits am zweiten Kriegstag Kontakte zu polnischen Partisanen unterhält.
Längere russische Dialoge sind nicht untertitelt und man muss sich so auch noch die immer abstruser werdende Handlung selbst zusammenreimen.

Axel Prahl, bekannt aus dem Münsteraner "Tatort", spielt zwar gewohnt gut, allerdings passt die Rolle des unsicheren, befehlshörigen, deutschen Forschers Friedrich Mann nicht recht zu ihm. Die restlichen Darsteller spielen auch souverän, können die flache Handlung dadurch allerdings auch nicht aufwerten. Und so quält man sich als Zuschauer durch die 106 Minuten und bleibt letztlich fassungslos zurück. Das ist wirklich schade, da die Story die Möglichkeit zu viel mehr geboten hat.

Fazit: Durch eine absurde Handlung und schlechte dramaturgische Umsetzung enttäuscht diese Produktion auf ganzer Linie.





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