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Canim Kreuzberg (2013)

Deutsch-Türkische Dokumentation: Zwei Liebeserklärungen an das bunte Kreuzberg, bestehend aus den (Kurz-)Filmen "Kıymet" von Canan Turan und "Bastarde" von Aslı Özarslan.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.4 / 5

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"Canim Kreuzberg" beschreibt in zwei Kurzfilmen die Liebe der beiden Filmemacherinnen Canan Turan und Aslı Özarslan zu ihrem Berliner Stadtteil Kreuzberg. In ihren Filmen werfen sie dabei einen Blick auf die multikulturelle Vielfalt des Stadtteils. Zusammen setzt sich "Canin Kreuzberg" aus den je 25 Minuten langen Filmen "Kıymet" und "Bastarde". Während sich der eine Film, "Kıymet", auf die Geschichte der ersten Migranten in Kreuzberg konzentriert, vergegenwärtigt "Bastarde", wie sich die heutige, "postmigrantische" Generation verändert hat und wie deren Kampf um Gleichberechtigung im Jahr 2013 aussieht.

Bildergalerie zum Film

Canım Kreuzberg - Auf der BühneCanım Kreuzberg - Neco  elikCanım Kreuzberg - Tun ay KulaoğluCanım Kreuzberg - Regisseurin Aslı ÖzarslanCanım Kreuzberg - Ballhaus NaunynstraßeCanım Kreuzberg - Kıymet Özdemir mit Freundinnen


Filmkritik

Im Zentrum von "Kıymet" steht die 1937 geborene Kıymet Özdemir, die Großmutter der Regisseurin Canan Turan. Kıymet gehörte zur ersten Generation türkischer Einwanderer, die in dem Berliner Stadtteil Kreuzberg eine neue Heimat für sich und ihre Familie suchten. Nach Kreuzberg als Arbeiterin und Aktivistin für die Gleichberechtigung von Einwanderer-Familien gekommen, lebt die alte Dame heute wieder in ihrer türkischen Heimat, in einem kleinen Dorf an der thrakischen Mittelmeerküste. Dies ist auch der Ort, an dem der Film "Kıymet" seinen Anfang nimmt. Ruhig und gelassen erzählt Kıymet ihrer Enkelin von einer längst vergangenen Zeit, die vom täglichen Kampf um Gleichberechtigung und Akzeptanz geprägt war. Der Film wird dann am stärksten, wenn er die Emotionen seiner Protagonistin in den Mittelpunkt rückt. Diese treten vor allem beim Besuch von Kıymet in ihrer alten Heimat, Kreuzberg, zu Tage. Gemeinsam mit Turan streift sie durch die Kreuzberger Straßen und erinnert sich, wie sie von den 70ern bis in die 90er-Jahre für die Rechte von Kindern, diskriminierungsfreie Bildung und gegen Rassismus in Deutschland protestierte.

Heute sieht der Kampf der nachfolgenden Generationen um Gleichstellung freilich ganz anders aus. 2013 wird in Kreuzberg nicht mehr auf den Straßen offen protestiert. Heute spielen sich der Kampf und der Protest der türkischstämmigen jungen Menschen in der Kreuzberger Kultur -und Theaterszene ab. Diesem Phänomen widmet sich der zweite Film, aus dem dem "Canim Kreuzberg" besteht: "Bastarde" von Aslı Özarslan. Im Ballhaus Naunynstraße kommen engagierte Schauspieler und Kunstschaffende zusammen, um die deutsche Theaterlandschaft mit innovativen, spannenden Inszenierungen zu politisch-brisanten Themen durcheinanderzuwirbeln. In kurzen Einblendungen stellt "Bastarde" einige Stücke des interkulturellen Theaters vor und lässt neben einigen Schauspielern auch die Leiterin zu Wort kommen. In den Stücken geht es vornehmlich darum, die gegenwärtige Lebenswirklichkeit der heutigen Migrantengeneration darzustellen und für den heimischen, "deutschen" Zuschauer erfahrbar zu machen. Ein Mitglied des Ensembles bringt es dabei auf den Punkt: "Dass man mit Akzent spricht, heißt nicht, dass man mit Akzent denkt."

Fazit: Insgesamt gelingt es den beiden unterschiedlichen Filmen "Kıymet" und "Bastarde" sehr gut, ein facettenreiches und realitätsnahes Bild vom internationalen und multikulturellen Leben und Treiben im Berliner Stadtteil Kreuzberg zu zeichnen.




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Zum Video: Canim Kreuzberg

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Land: Deutschland, Türkei
Jahr: 2013
Genre: Dokumentation
Länge: 50 Minuten
Kinostart: 23.05.2013
Regie: Asl? Özarslan, Canan Turan
Darsteller: K?ymet Özdemir, Tunçay Kulao ? lu, Canan Turan
Verleih: Moviemento

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