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Die Präsenz (2013)

Deutscher Horrorfilm: Drei junge Leute erkunden eine Burg, von der es heißt, dass sie verflucht sei. Schon bald mehren sich die Hinweise auf eine düstere Präsenz.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Der Anthropologiestudent Markus (Matthias Dietrich) nimmt seine Freundin Rebecca (Liv Lisa Fries) auf einen spontanen Ausflug mit. Gemeinsam mit Markus’ Freund Lukas (Henning Nöhren) verbringen sie eine Woche auf der Burg Hohnau. Hier soll einst ein grausamer Familienmord stattgefunden haben. Seither heißt es der düstere Ort sei verflucht. Markus ist entschlossen dem Geheimnis der Burg auf den Grund zu gehen und wird bei seinen Erkundungen von Lukas unterstützt. Rebecca gruselt es angesichts solcher Dinge, wie paranormale Phänomene. Schon bald möchte sie nur noch nach Hause zurück. Immer mehr verstärken sich die erschreckenden Hinweise darauf, dass in diesem alten Gemäuer ein Poltergeist zu Hause ist, der sich wenig erfreut an dem Besuch zeigt...

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

"Die Präsenz" ist der zweite Kinofilm des Deutschitalieners Daniele Greco. Der Kölner debütierte mit der Dokumentation über das Sterben der Wale "The Last Giants - Wenn das Meer stirbt" (2009). Nach dieser horriblen Thematik folgt mit "Die Präsenz" ein richtiger Horrorfilm. Der bereits seit einem Jahr über Facebook laufenden Selbstvermarktung des Films zufolge, handelt es sich bei "Die Präsenz" nicht nur um "einen", sondern gleich um "den deutschen Horrorfilm". Das ist selbstverständlich massiv übertrieben. Zugegeben: Viele deutsche Horrorfilme gab es die letzten Jahrzehnte wirklich nicht und noch weniger von ihnen waren wirklich gut. Doch es gibt sie: Von "Anatomie" (2000) über "Rammbock" (2010) bis zu "Hell" (2011) gab es doch eine ganze Reihe sehenswerter deutscher Horrorfilme. Außerdem startet in Kürze "German Angst", bei dem unter anderem Jörg Buttgereit - die deutsche Horrorfilm-Legende schlechthin - Regie führt.

Passender wäre ein Titel wie "Der deutsche Found-Footage-Film" oder "Die deutsche Antwort auf Blair Witch Project" gewesen, denn "Die Präsenz" steht sehr deutlich in der Tradition des Klassikers des Wackelbild-Films von 1999. Man muss sagen, dass Greco durchaus solide Arbeit leistet. Im Gegensatz zu dem aktuell vorherrschenden Trend es mit dem Kameragewackel und dem Einsatz möglichst wilder Bildstörungen mächtig zu übertreiben, setzt Greco auf eine zumeist eher ruhige - teilweise sogar statische - Kamera. Während der dokumentarische Duktus in vielen neueren Filmen des Genres wie beispielsweise "Katakomben" (2014) stark manieriert wirkt, gefällt an "Die Präsenz" dessen beachtliche Natürlichkeit und lange vorherrschende Unaufgeregtheit.

Zu diesem Eindruck trägt das entspannte Spiel der drei Hauptakteure bei. Allen voran gefällt Liv Lisa Fries ("Staudamm") als Markus ängstliche Freundin Rebecca. Allerdings kommt ihr großes Schauspieltalent in der Rolle der "Damsel in Distress" nicht wirklich zur Geltung. "Die Präsenz" glänzt nicht durch Originalität, sondern ist erneut ein Film, der im Ausland bereits hinlänglich erprobte Formeln für eine deutsche Produktion nutzbar macht. Aber immerhin macht der Film dies ziemlich gut. "Die Präsenz" muss sich nicht hinter Vorbildern wie "The Blair Witch Projekt" oder "Paranormal Activity" (2007) verstecken. Daniele Greco fügt dem Genre allerdings auch nichts Neues hinzu.

Fazit: "Die Präsenz" ist ein Film, den man sich als in Deutschland als Horrorfan durchaus gut ansehen kann, der jedoch auch keine weiteren Wellen schlagen wird.




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Land: Deutschland
Jahr: 2013
Genre: Horror
Länge: 83 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 12.03.2015
Regie: Daniele Grieco
Darsteller: Liv Lisa Fries, Matthias Dietrich, Henning Nöhren
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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