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Frances Ha (2012)

US-Drama: Frances und Sophie sind beste Freundinnen und teilen sich eine Wohnung in New York. Dann aber zieht Sophie aus und verlobt sich schließlich, während Frances weiter nach ihrem Platz im Leben sucht...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Eigentlich sind Sophie (Mickey Summer) und Frances (Greta Gerwig) – wie sie selbst sagen – eine Person. Oder wie zwei Lesben, die nicht miteinander schlafen. Doch nun will Sophie die gemeinsame Wohnung aufgeben, um in ihr Traumapartment in Tribeca zu ziehen. Alleine kann sich Frances die Wohnung in New York nicht leisten – und noch viel weniger kann sie sich ein Leben ohne ihre beste Freundin vorstellen. Anfangs hofft sie noch darauf, weiterhin so viel Zeit mit Sophie zu verbringen. Aber mit Sophies Auszug verlaufen auch ihre Lebenswege weiter auseinander. Und während Sophie bald einen festen Freund hat und sich sogar verlobt, ist Frances weiterhin auf der Suche nach ihrem Platz im Leben.

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Filmkritik

Frances ist – im besten Sinne – einzigartig. Obwohl ihr Gang alles andere als grazil ist, ist sie Tänzerin, oftmals sagt sie wunderbare Dinge zur falschen Zeit. Sie treibt ihre Freunde in den Wahnsinn, leidet an chronischem Geldmangel und lässt sich zu irrwitzigen Aktionen hinreißen. Dabei hat Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach mit seiner Titelfigur eine großartige Frauenfigur geschaffen, die fernab von Neurosen und Nervenzusammenbrüchen ihre Individualität lebt. Denn Frances hat zwar oftmals Schwierigkeiten aufgrund ihrer Persönlichkeit, aber sie rappelt sich auch immer wieder hoch. Dabei erinnert der in schwarzweiß gedrehte Independentfilm an den frühen Woody Allen – als er noch nicht Geschichten in europäischen Großstädten drehte, sondern sich den New Yorkern widmete.

„Frances Ha“ ist witzig, aufrichtig und völlig auf seine großartige Hauptdarstellerin Greta Gerwig zugeschnitten, die durch den Film tanzt, läuft und unglaublich viel Charme versprüht. In einer der vielen wunderbaren Szenen erzählt sie von ihrem großen Wunsch. Sie möchte sich einmal einem Menschen so nah fühlen, dass ein Blick reicht, um für einen kurzen Moment in eine eigene Welt einzutauchen. Hier zeigt Greta Gerwig die ganze Sehnsucht und Verletzlichkeit, aber auch Stärke der Figur – und lässt Frances so lebendig und authentisch erscheinen, dass sie einem unweigerlich ans Herz wächst.

Fazit: „Frances Ha“ ist ein hinreißender Independentfilm mit einer großartigen Greta Gerwig.




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Land: USA
Jahr: 2012
Genre: Drama
Länge: 86 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 01.08.2013
Regie: Noah Baumbach
Darsteller: Patrick Heusinger, Maya Kazan, Barbara Ross English
Verleih: MFA Film

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