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Fuck for Forest - Ficken für den Regenwald (2012)

Fuck for Forest

Deutsch-Polnische Doku über eine NGO, die die Welt mit Hilfe von selbstgedrehten Pornos retten will...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.2 / 5

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Wohltätigkeitsarbeit einmal anders oder: Warum nicht das Angenehme (Sex) mit dem Thema Nachhaltigkeit verbinden? Dies dachten sich auch die Mitglieder der Wohltätigkeits-Gruppe "Fuck for Forest", die 2003 von den norwegisch-schwedischen Umweltaktivisten Tommy Hol Ellingsen und Leona Johansson gegründet wurde. Die Organisation und ihre Mitglieder haben eine ganz eigene Art des Naturschutzes für sich entdeckt: Sie verdienen Geld mit dem Verkauf selbstgedrehter Sexfilme, um den erwirtschafteten (oder sollte man besser sagen: "erfickten"?) Ertrag anschließend in den Schutz der Amazonas-Regenwälder zu stecken. Um diese Initiative dreht sich alles in Michal Marczaks ungewöhnlicher Doku "Fuck for Forest", die diese spezielle Organisation auf amüsante Weise porträtiert.

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Fuck for ForrestFuck for Forrest - Auf dem Slutwalk in Berlin findet...nnen.Fuck for Forrest - In der WG entstehen Pornos für die...lmen.Fuck for Forrest - Natty (links) gehört zu den...hts).Fuck for Forrest - Live-Sex für den guten Zweck....rlin.Fuck for Forrest - Dan (links) und Kaajal (rechts)...stüm.


Filmkritik

Die beiden Gründer der Bewegung "Fuck for Forest", Tommy Hol Ellingsen und Leona Johansson, zogen vor einigen Jahren ins liberale Berlin, um von dort aus den Verkauf und die Produktion ihrer selbstinszenierten pornografischen Filme voranzutreiben. Zuvor waren die Beiden aufgrund ihrer freizügigen Aktionen und Ideen bereits häufiger mit den norwegischen Behörden in Konflikt geraten. Von Berlin aus lässt sich der Umweltschutz daher wesentlich einfacher betreiben und zielgerichteter umsetzen. "Fuck for Forest" zeigt Tommy und Leona sowie ein paar andere Mitglieder bei der Durchführung einiger ihrer Aufsehen erregenden "Happenings", so z.B. auf dem alljährlich stattfindenden Karneval der Kulturen in Berlin.

"Fuck for Forest" ist natürlich in erster Linie aus dem Grund erfrischend anders und extrem unterhaltsam geraten, da die porträtierte Organisation eine ziemlich spezielle und außergewöhnliche ist, die es so nicht alle Tage zu sehen und zu erleben gibt. Eine Bande von weltoffenen Neo-Hippies, die in einer großen Wohngemeinschaft lebt und den Geschlechtsakt nicht bloß aus reinem Zeitvertreib vollzieht, sondern ein durchaus ernstes und ernst gemeintes Ziel verfolgt: die Rettung des Regenwaldes. Freilich beleuchtet der polnische Regisseur Marczaks das (sexuelle) Tun und Treiben der Aktivisten mit einem gewissen Augenzwinkern, jedoch stimmt er in der zweiten Hälfte seiner Doku deutlich weniger fröhliche und luftige Töne an und rückt den ernsten Hintergrund bzw. das eigentliche Ziel der freizügigen Aktionen (die Rettung der Natur) ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

So kommt es zu einer inhaltlichen Zweiteilung des Films: während die erste Hälfte die Arbeit der Organisation in Berlin zeigt, also dort spielt, wo das Geld erwirtschaftet wird, zeigt die zweite Hälfte den Ort, an dem das Geld eingesetzt wird: die Regenwälder im Amazonas. Das Besondere an dem Film ist dabei, dass er zu keinem Zeitpunkt die Balance zwischen diesen beiden "Welten", diesen unterschiedlichen Film-Hälften, verliert. "Fuck for Forest" verbindet diese gekonnt miteinander zu einer stimmigen Dokumentation der besonderen Art.

Fazit: Sex sells: Ebenso außergewöhnlicher wie unterhaltsamer Blick auf eine Gruppe weltoffener, sympathischer Neo-Hippies, die zugunsten der Rettung des Regenwaldes pornografische Inhalte produzieren und verkaufen.




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Land: Deutschland, Polen
Jahr: 2012
Genre: Drama, Dokumentation
Länge: 87 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 13.06.2013
Regie: Michal Marczak
Darsteller: Leona Johansson, Natty, Tommy Hol Ellingsen
Verleih: Neue Visionen

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