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Harts5 - Geld ist nicht alles
Harts5 - Geld ist nicht alles
© barnsteiner-film

Harts5 - Geld ist nicht alles (2013)

Deutsche Komödie: Hart, Kurt, Josef und Frank wollen ihren ehemaligen Kindergarten retten, der Luxus - Townhouses weichen soll. Ein aussichtsloser Kampf - aber schließlich gibt es nichts Gutes, außer: Man tut es.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Frank (Frank Dukowski), Kurt (Dirk Dreissen), Josef (Uli Engelmann) und Hart (Fabian Böckhoff) reicht es endgültig: Obwohl alle vier eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können – Kurt war einst sogar ein gefeierter Schauspieler in Deutschland – schlagen sie sich seit geraumer Zeit als Hartz 4-Empfänger durchs Leben. Die Situation ist für die Männer fast unerträglich geworden, Josef findet sich noch am Besten mit der schwierigen Situation ab. Dennoch besteht ihr Tag aus nichts anderem, als dem Schwelgen in Erinnerungen an bessere, längst vergangene Zeiten. Durch einen dummen Zufall erfahren sie, dass ihr ehemaliger Kindergarten am Prenzlauer Berg abgerissen werden soll. Der schmierige Investor Dr. Siebold (Oliver Stadel) plant, auf dem Grundstück ein riesiges Luxus-Townhouse zu bauen. Die Jugendfreunde reagieren umgehend: Gemeinschaftlich wollen sie einen Abriss ihres geliebten Kindergartens verhindern. Voller Ehrgeiz und Tatendrang erwacht in ihnen etwas, dass sie schon lange für tot geglaubt hatten und ihr Leben erhält beim Kampf um die gute Sache endlich wieder einen Sinn.

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Filmkritik

Die luftig-leichte, sympathische kleine Loser-Komödie "Harts 5" war von Beginn an ein ambitioniertes Film-Projekt. Ohne jegliche finanzielle Unterstützung, einen großen Verleih oder eine TV-Beteiligung, ging das Team Ende 2010 an den Start, um die Verlierer-Komödie nach einer Idee des Regisseurs Julian Tyrasa zu drehen. Für die Umsetzung musste schließlich die Rentenversicherung von Tyrasa dran glauben, dessen erster abendfüllender Spielfilm nach etlichen Umwegen nun das fast Unmögliche schafft und seinen Weg in die deutschen Lichtspielhäuser findet. "Harts 5" ist ein mutiger filmischer Aufruf, an seine Ziele und Träume zu glauben und gefällt durch seine schrulligen Protagonisten und die märchenhafte Aura. Leider jedoch fehlt es der Story an Verve und Dynamik, um dramaturgisch einen kompletten abendfüllenden Spielfilm zu tragen.

Getreu dem Motto "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" rückt "Harts 5" vier Verlierertypen ohne Job und Perspektive in den Mittelpunkt der Erzählung und will demonstrieren, dass freundschaftlicher Zusammenhalt und der Glaube an das Gute noch jeden Gegner zu Fall bringen – und sei er noch so geldgeil, schmierig und mächtig wie in diesem Fall der schwäbische Investor Dr. Siebold. Es ist eine aussichtslose Auseinandersetzung zweier ungleicher Gegner, ein Ringen zwischen David und Goliath, das Regisseur Tyrasa auf der Leinwand ausfechten lässt. Auf der einen Seite stehen die vier gescheiterten Existenzen Frank, Kurt, Josef und Hart, die dem Kapitalismus den Kampf ansagen. Auf der anderen Seite der wohlhabende Investor Dr. Ernst Siebold, der durch den Abriss von Plattenbauten und die Errichtung von Luxus-Townhouses nicht nur sich, sondern gleich der gesamten Menschheit etwas Gutes tun will.

Das Gelungene an "Harts 5" sind seine grundsympathischen "Helden", die durchaus in der Lage sind, Emotionen beim Zuschauer hervorzurufen und schnell für Mitgefühl bei ihm sorgen. Zudem zelebriert "Harts 5" auf heitere, beschwingte Weise den Zusammenhalt der (vermeintlich) Schwächeren im Kampf gegen einen unbesiegbar erscheinenden Gegner. Auf dieser Ebene funktioniert "Harts 5" als gut gemeinte Loser-Komödie durchaus, jedoch gerät sie durch die etwas zu schlicht geratene Umsetzung und einfältige Erzählweise ins Stocken. Das größte Problem des Films jedoch: Story und Thema des Films sind schneller erschöpft als erwartet und der im Zentrum stehende Konflikt zwischen der "Solidarität der Schwachen" und dem um sich greifenden Kapitalismus vermag nicht, einen Film mit einer Länge von fast 100 Minuten zu tragen.

Fazit: Gut gemeinte, mit sympathischen Figuren ausgestatte Loser-Komödie, die am Ende an ihrer einfältigen Erzählweise scheitert. Zudem trägt die interessante, aber allzu schlichte Story keine 100 Filmminuten.




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Land: Deutschland
Jahr: 2013
Genre: Komödie
Länge: 99 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 12.09.2013
Regie: Morgan Spurlock
Darsteller: Niall Horan, Zayn Malik, Liam Payne
Verleih: barnsteiner-film

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