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Die Biene Maja - Der Film
Die Biene Maja - Der Film
© Universum Film © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Die Biene Maja - Der Kinofilm (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Der Animationsfilm von Regisseur Alexs Stadermann, eine deutsch-australische Produktion, bringt eine der beliebtesten klassischen Kinderbuchfiguren ins Kino. Anfang des 20. Jahrhunderts machte das umtriebige Insekt seinen Schöpfer, den Schriftsteller Waldemar Bonsels, berühmt. In den 1970er Jahren schwirrte Maja dann mit ihren kleinen Freunden durch eine TV-Zeichentrickserie. Nun tauchen an ihrer Seite erneut liebgewonnene Figuren wie die Lehrerin Kassandra, Freund Willi, der Grashüpfer Flip und die Ameisensoldaten auf. Das spannende Abenteuer, das die kleine Außenseiterin in eine Heldin verwandelt, wird routiniert und fröhlich, in Bildern mit lebhaften Farben erzählt.

Maja passt nach Ansicht Gunillas mit ihrer Aufmüpfigkeit gar nicht in den Bienenstock. Dabei ist Maja einfach nur neugierig, außerdem ziemlich mutig und vor allem auch so emsig und hilfsbereit, wie es eine Biene nur sein kann. Dass sie zuhause überall aneckt und schließlich ausgestoßen wird, bereitet ihr großen Kummer. Aber so, wie Willi und einige Bewohner der Blumenwiese ihr beistehen, wird sie ebenfalls zur Stelle sein, als der Bienenstock und seine Königin in Not geraten. Mit diesem Plot beweist der Film solide Routine im Erzählen einer unterhaltsamen, ereignisreichen Abenteuergeschichte. Besonders hübsch sind die kleinen Anekdoten am Rande und das bunte Treiben auf der Wiese, die für eine Biene die große weite Welt darstellt. Hier gibt es einen stinkenden Mistkäfer, eine Spinne, Frösche mit gefährlichen Zungen, Libellen, auf denen man fliegen kann, tollpatschige Ameisensoldaten, und die grimmigen Erzfeinde der Bienen, die Hornissen. Aber deren furchterregender König kann nicht verhindern, dass sich sein kleiner Sohn ausgerechnet mit Maja anfreundet...

Maja ist als quirliger, eigenwilliger Charakter eine sympathische Identifikationsfigur für das junge Publikum. Vielleicht lacht sie manchmal ein wenig zu auffällig, als wäre sie aus einem Animefilm entsprungen. Jan Delay leiht ihrem Freund Willi eine markant näselnde Stimme, drei andere Sprechrollen gehören dem Oma-Mutter-Tochter-Gespann der Familie Hagen: Eva-Maria ist die Stimme der alten Königin, Nina spricht Gunilla und Cosma Shiva ist als Kassandra zu hören. Es gibt viel beiläufig eingestreuten, kindgerechten Humor und eine ansprechende, farbenfrohe Animation. Majas Abenteuer dürften den kleinen Zuschauern Spaß machen, auch wenn dem Film ein gewisses Extra-Quäntchen an Originalität und Charme abgeht.

Fazit: Die animierten Abenteuer der beliebten kleinen Bienenheldin werden mit routiniertem Gespür für fröhlich-bunte Unterhaltung inszeniert. Kindgerechter Witz und ein interessantes Figurenensemble sorgen für aufregenden Spaß auf der grünen Wiese.





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