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We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks - Poster
We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks - Poster
© Universal Pictures Germany

Kritik: We steal Secrets: Die Wikileaks Geschichte (2013)


Es gibt kaum einen Dokufilmer, der sich besser für die filmische Aufarbeitung des Phänomens Assange und WikiLeaks eignet als Alex Gibney. Der New Yorker leistete bereits mit seinen preisgekrönten Dokumentationen "Enron: The Smartest Guys in the Room " oder "Taxi to the Dark Side" (Oscar für die beste Dokumentation, 2008) auf hervorragende Weise politische Aufklärungsarbeit, die er auf Film bannte. Der Veröffentlichungszeitpunkt von "We steal secrets", der seine Premiere 2013 auf dem Sundance Film Festival feierte, könnte dabei kaum besser gewählt sein. Der Film kommt zu einer Zeit in die Kinos, in der fast täglich Neuigkeiten im Fall Snowden und des NSA-Abhörskandals die mediale Runde machen. Mit "We steal secrets" gelingt Gibney eine ausgewogene und kritische Doku, die ähnlich spannend daherkommt wie beste Thriller-Ware "Made in Hollywood".

Einem geschickten inszenatorischen Schachzug verdankt es die Dokumentation "We steal secrets", das diese derart sehenswert und packend geraten ist. In erster Linie zeichnet Regisseur Gibney hier natürlich die Lebensgeschichte von Julian Assange nach, reichert seinen Film dabei mit gründlich recherchierten Fakten an und verzichtet auch nicht auf den Einsatz von fiktionalen Mitteln, um sein Anliegen vorzutragen. In einer Art Doppel-Biografie stellt Gibney der Figur Assange dann jenen Mann gegenüber, der für die Enthüllungen der Gräueltaten des Militärs hauptverantwortlich ist: Bradley Manning. Jenen Mann also, der WikiLeaks mit den unfassbaren Daten (insgesamt rund eine Viertelmillion geheimer Dokumente) versorgte. Kurz nachdem Manning WikiLeaks die Infos zukommen ließ, wurde er unter Foltergleichen Bedingungen inhaftiert. Im Juni 2013 wurde sein Verfahren vor einem US-Kriegsgericht eröffnet.

"We steal secrets" lässt darüber hinaus unzählige ehemaligen Weggefährten und Kollegen vor allem von Assange zu Wort kommen, deren Aussagen ein komplexes, vielschichtiges Bild des geheimnisvollen Enthüllers zeichnen. In insgesamt über zwei Stunden trägt Gibney Unmengen an biografischen Infos über die beiden Hauptpersonen zusammen, die man ob der komplizierten Zusammenhänge und des weitläufigen Netzwerkes von WikLeaks aber durchaus auch benötigt, um das ganze dramatische Ausmaß zu erfassen. So muss politische Dokumentation gestrickt sein.

Fazit: Ausgewogene, packend inszenierte Polit-Doku, die das Phänomen Assange und WikiLeaks kritisch und umfangreich beleuchtet.




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