oder
Alfie, der kleine Werwolf - Plakat
Alfie, der kleine Werwolf - Plakat
© barnsteiner-film

Alfie, der kleine Werwolf (2011)

Dolfje Weerwolfje

Belgisch-Niederländischer Kinderfilm: Alfi wächst in einer Adoptivfamilie auf. Doch in der Nacht vor seinem siebten Geburtstag verwandelt plötzlich in ein Werwolfskind. Wie wird seine Familie nur darauf reagieren?User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 6 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Alfie (Ole Kroes) ist ein kleiner, schüchterner Junge, der es im Leben nicht leicht hat. Seine Eltern wollten ihn als Baby nicht haben, deshalb setzte man ihn vor der Haustür der Familie Vriends aus. In der Schule wird er aufgrund seiner schmächtigen Statur oft gehänselt. Doch die Vriends behandeln ihn wie einen eigenen Sohn und versuchen, ihm so viel Liebe und Wärme wie nötig zu geben. In der Nacht vor Alfies 7. Geburtstag geschieht etwas Seltsames: Er wird plötzlich mitten in der Nacht wach, schaut den Vollmond an und beginnt plötzlich, wie ein Wolf zu heulen. Das war jedoch noch nicht alles: Ihm wachsen Haare am ganzen Körper, große Ohren und schließlich ein Schwanz. Dann springt er aus dem Fenster und streunt auf allen Vieren durch die Straßen der Nachbarschaft. Unglaublich, aber wahr: Alfie hat sich in einen Werwolf verwandelt. Zum Glück ist am nächsten Morgen wieder alles wie vorher. Der nächste Vollmond jedoch steht schon vor der Tür. Außerdem steht Alfie vor dem Problem, wie er den Vorfall seinen Adoptiveltern erklären soll.

Filmkritik

„Alfie, der kleine Werwolf“ beruht auf den gleichnamigen, in den Niederlanden extrem erfolgreichen Kinderbüchern des Schriftstellers Paul van Loon. Auch die Kinderbücher „Fuxia – Die Minihexe“ und „Die unheimliche Klassenfahrt“ stammen von ihm, die ebenfalls in den vergangenen Jahren verfilmt wurden. „Alfie“ erhielt im vergangenen Jahr den Europäischen Kinderfilmpreis auf dem Schlingel-Festival in Chemnitz. Regisseur Joram Lürsen gelingt mit der Verfilmung des Romans ein farbenfroher, sympathischer Kinderfilm, der Anleihen aus der Vampirfilm-Gattung und dem Horror-Film enthält. „Alfie, der kleine Werwolf“ ist dennoch keinesfalls furchterregend, sondern sehr kinderfreundlich umgesetzt, und ist daher am ehesten etwas für das ganze junge Publikum. Reifere Kinder dürften sich bei den gut gemeinten Botschaften, die der Film vermittelt, und der harmlosen Umsetzung dagegen eher langweilen.
„Alfie, der kleine Werwolf“ ist ein grundsympathischer, liebevoll umgesetzter Kinderfilm, der für eine ganz junge Zielgruppe (ca. drei bis neun Jahre) gemacht ist. Die Inszenierung ist ruhig und gemächlich und läuft daher nicht Gefahr, seine Zuschauer zu überfordern. Alfie, verkörpert von dem putzigen Ole Kroes, ist eine starke, liebenswerte Hauptfigur, mit der man sich gerne identifiziert. Er steht für den schüchternen, emotionalen Außenseiter, der anders ist als der Rest seiner Freunde und Klassenkameraden. An dieser Stelle tritt die Hauptbotschaft des Films zutage, die man jedem Winzling gerne mit auf den Weg des Erwachsenwerdens gibt: Stehe zu dir selbst, auch wenn du anders bist, und: So, wie du bist, ist es gut. Regisseur Lürsen gelingt es zudem geschickt, Elemente des Horror- und Werwolffilms in sein Werk einfließen zu lassen und so für Spannung zu sorgen. Aber keine Sorge: auch hier handelt es sich um eine kindgerechte Spannung. Der Film kommt fast ohne CGI aus, sondern setzt auf handgemachte Effekte und Elemente – auch das macht seinen Charme aus.
Ältere Zuschauer dürften sich bei „Alfie“ jedoch eher langweilen. Der doch sehr biedere Inszenierungsstil sowie die bereits angesprochene Vermittlung der ehrenwerten Botschaften, auf die der Film setzt, dürfte bei diesem Publikum gelangweiltes Gähnen hervorrufen. Für unfreiwillige Komik sorgt zudem die doch sehr befremdlich wirkende Maske von Alfie. Nach seiner Verwandlung gleicht der Junge optisch eher einem plüschigen Schmuse-Hasen oder Schaf, als einem Werwolf. Aber auch hier stand die kindgerechte Umsetzung wohl an erster Stelle.

Fazit: Kindgerechter, liebevoll umgesetzter und grundsympathischer Film, der sinnvolle Botschaften vermittelt, aufgrund seiner biederen Inszenierung aber nur etwas für die ganz Kleinen ist.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Alfie, der kleine Werwolf

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Niederlande, Belgien
Jahr: 2011
Genre: Kinderfilm
Länge: 91 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 17.10.2013
Regie: Joram Lürsen
Darsteller: Pim Muda, Tygo Gernandt, Barbara Pouwels
Verleih: barnsteiner-film

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.