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Alfie, der kleine Werwolf - Plakat
Alfie, der kleine Werwolf - Plakat
© barnsteiner-film

Kritik: Alfie, der kleine Werwolf (2011)


„Alfie, der kleine Werwolf“ beruht auf den gleichnamigen, in den Niederlanden extrem erfolgreichen Kinderbüchern des Schriftstellers Paul van Loon. Auch die Kinderbücher „Fuxia – Die Minihexe“ und „Die unheimliche Klassenfahrt“ stammen von ihm, die ebenfalls in den vergangenen Jahren verfilmt wurden. „Alfie“ erhielt im vergangenen Jahr den Europäischen Kinderfilmpreis auf dem Schlingel-Festival in Chemnitz. Regisseur Joram Lürsen gelingt mit der Verfilmung des Romans ein farbenfroher, sympathischer Kinderfilm, der Anleihen aus der Vampirfilm-Gattung und dem Horror-Film enthält. „Alfie, der kleine Werwolf“ ist dennoch keinesfalls furchterregend, sondern sehr kinderfreundlich umgesetzt, und ist daher am ehesten etwas für das ganze junge Publikum. Reifere Kinder dürften sich bei den gut gemeinten Botschaften, die der Film vermittelt, und der harmlosen Umsetzung dagegen eher langweilen.
„Alfie, der kleine Werwolf“ ist ein grundsympathischer, liebevoll umgesetzter Kinderfilm, der für eine ganz junge Zielgruppe (ca. drei bis neun Jahre) gemacht ist. Die Inszenierung ist ruhig und gemächlich und läuft daher nicht Gefahr, seine Zuschauer zu überfordern. Alfie, verkörpert von dem putzigen Ole Kroes, ist eine starke, liebenswerte Hauptfigur, mit der man sich gerne identifiziert. Er steht für den schüchternen, emotionalen Außenseiter, der anders ist als der Rest seiner Freunde und Klassenkameraden. An dieser Stelle tritt die Hauptbotschaft des Films zutage, die man jedem Winzling gerne mit auf den Weg des Erwachsenwerdens gibt: Stehe zu dir selbst, auch wenn du anders bist, und: So, wie du bist, ist es gut. Regisseur Lürsen gelingt es zudem geschickt, Elemente des Horror- und Werwolffilms in sein Werk einfließen zu lassen und so für Spannung zu sorgen. Aber keine Sorge: auch hier handelt es sich um eine kindgerechte Spannung. Der Film kommt fast ohne CGI aus, sondern setzt auf handgemachte Effekte und Elemente – auch das macht seinen Charme aus.
Ältere Zuschauer dürften sich bei „Alfie“ jedoch eher langweilen. Der doch sehr biedere Inszenierungsstil sowie die bereits angesprochene Vermittlung der ehrenwerten Botschaften, auf die der Film setzt, dürfte bei diesem Publikum gelangweiltes Gähnen hervorrufen. Für unfreiwillige Komik sorgt zudem die doch sehr befremdlich wirkende Maske von Alfie. Nach seiner Verwandlung gleicht der Junge optisch eher einem plüschigen Schmuse-Hasen oder Schaf, als einem Werwolf. Aber auch hier stand die kindgerechte Umsetzung wohl an erster Stelle.

Fazit: Kindgerechter, liebevoll umgesetzter und grundsympathischer Film, der sinnvolle Botschaften vermittelt, aufgrund seiner biederen Inszenierung aber nur etwas für die ganz Kleinen ist.





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