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Kritik: Collide (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Autobahn" war der Arbeitstitel dieser deutsch-amerikanisch-britischen Koproduktion und ist in seiner direkten Einfachheit nach wie vor ganz treffend für das Endprodukt. Denn der Actionthriller unter der Regie des Briten Eran Creevy ("Enemies – Welcome to the Punch", 2013) rast anhand eines überschaubaren Plots schnurstracks von einer Actionsequenz zur nächsten und macht dabei niemals Halt, um sich für tiefschürfende Dialoge oder eine detaillierte Figurenzeichnung Zeit zu nehmen.

"Collide" will nicht mehr sein als ein kurzweiliger, aber handwerklich mit großer Sorgfalt gemachter Spaß. Diese Gewissenhaftigkeit zeigt sich besonders in den Stunts, die von den Machern der Fernsehserie "Alarm für Cobra 11" in Szene gesetzt wurden und das Rückgrat des Films bilden. Wer auf Explosionen und sich überstürzende Autos steht, wird hier also glücklich werden – alle anderen Zuschauer hingegen bekommen hier recht wenig für ihr Geld geboten.

Denn auch wenn Nicholas Hoult als sympathischer Protagonist seinen Job ordentlich macht und Anthony Hopkins sowie Ben Kingsley für launige Momente sorgen, mangelt es "Collide" doch an echten Highlights. Am meisten Freude dürften wohl diejenigen an der Hetzjagd haben, die die Schauplätze des Films auch aus der Wirklichkeit kennen: Monschaus Fachwerkhäuschen oder Kölner Straßenzüge findet man schließlich nicht alle Tage in einer internationalen Kinoproduktion.

Fazit: "Collide" bietet kurzweilige Unterhaltung und setzt dabei ganz auf solide inszenierte Actionszenen. Leider mangelt es der Produktion an echten Highlights, da kann auch die prominente Besetzung nicht viel ändern. Einen Mehrwert für das deutsche Publikum bietet der Thriller lediglich in Form der ungewöhnlichen Schauplätze, die etwa Kölner Straßenzüge und das Monschauer Fachwerkhäuschen auf die große Leinwand bringen.





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