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Mara und der Feuerbringer
Mara und der Feuerbringer
© Constantin Film

Kritik: Mara und der Feuerbringer (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Mit "Mara und der Feuerbringer" verfilmte "Bernd das Brot"-Erfinder und Multitalent Tommi Krappweis ("RTL Samstag Nacht") den ersten Teil seiner eigenen Fantasy-Roman-Trilogie, der 2009 erschien. Bis 2011 gab es noch zwei weitere Bücher um die hochbegabte, zur Rettung der Welt bestimmten Mara. Der Erfolg dieses Films wird darüber entscheiden, ob auch die anderen beiden Jugend-Bücher verfilmt werden. Krappweis arbeitete bei der Entstehung seiner Saga mit dem Professor und Philologen Rudolf Simek von der Uni Bonn zusammen, um in seiner von germanischen Sagen und Mythen inspirierten Geschichte immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein. "Mara und der Feuerbringer" ist ein höchst unterhaltsames, mit exzellenten Tricks ausgestattetes Abenteuer-Spektakel, das beweist, dass hochwertiges Fantasy-Kino auch aus Deutschland stammen kann.

"Mara und die Feuerbringer" kommt als eine extrem kurzweilige und unterhaltsame Mischung aus den Harry-Potter-Filmen, Herr der Ringe, Bibi Blocksberg und einer extra Portion germanischer Mythologie daher, weshalb der Film auch auf eine breite Zielgrupp abzielt - und sehr gute Chancen hat, diese auch zu erreichen. Freunde spektakulärer Fantasy- und mystischer Sagenwelten kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Fans frischer, augenzwinkernder Coming-of-Age-Filme wie der Bibi Blocksberg-Reihe. Dass der Film so gut funktioniert liegt zum einen an Krappweis' exzellentem Gespür für die richtige Besetzung. Hauptdarstellerin Lilian Prent - in ihrer ersten zweiten großen Filmrolle - legt ihre Figur gekonnt zwischen charismatischer, zur Weltenrettung bestimmten Jugendlichen und aufmüpfiger Göre an.

Diese eignet sich als jugendliche Identifikationsfigur für das Teen-Publikum perfekt. Jan Josef Liefers agiert als leicht verwirrter aber immer sympathischer Professor als gekonnter Stichwortgeber für die Hauptfigur, wobei die Macher bei ihm deutlich von Indiana Jones inspiriert wurden, worauf nicht nur der typische Filzhut schließen lässt. Die Fülle an Gastauftritten von Heino Ferch über Oliver Kalkofe bis hin zu Thomas Fritsch sorgt für Abwechslung und Erheiterung in höchstem Maße, nur Esther Schweins als überdrehte Esoterik-Mutter ist auf Dauer ein wenig anstrengend. Die Effekte sowie die optische Umsetzung müssen darüber hinaus den Hollywood-Vergleich nicht scheuen, hier kann der Film nahezu an die visuelle Brillanz eines "Herr der Ringe" anknüpfen. Verantwortlich hierfür ist das amerikanische Special-Effects-Team um John Nugent ("Die Chroniken von Narnia" u.a.).

Fazit: Augenzwinkernder und extrem kurzweiliger Fantasy-Spaß aus Deutschland, der gekonnt germanische Mythologie mit Versatzstücken aus Harry Potter und Herr der Ringe mixt, um seinem Teenie-Publikum moderne Unterhaltung auf hohem Niveau zu bieten.





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