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Pescador (2011)

Ecuadorianisch-Kolumbianisches Drama: Ein Fischer aus El Matal findet ein Kokainpäcken am Strand. Um dieses zu Geld zu machen, muss er nach Guayaquil. Doch vorher lernt er noch die hübsche Lorna kennen. Eine abentuerliche Reise durch Ecuador beginnt...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Der 30-jährige Blanquito (Andrés Crespo) lebt mit seiner Mutter in dem Fischerdorf El Matal an der ecuadorianischen Nordküste. Das Fischen ist nicht seine Welt und er träumt davon, nach Guayaquil zu ziehen. Dort wohnt sein Vater, der Gouverneur, den er aber als uneheliches Kind noch nie gesehen hat. Als eines Tages eine Kiste mit Kokainpäckchen an Land geschwemmt wird, rückt Blanquitos Traum in greifbare Nähe. Er schnappt sich mit einem Freund so viel davon, wie er tragen kann, und fährt nach Guayaquil, um den Stoff teuer zu verkaufen. Seine Begleiterin ist eine junge Kolumbianerin namens Lorna (María Cecilia Sánchez), die es mittellos ins Dorf verschlagen hat. Sie will Blanquito die nötigen Kontakte vermitteln und dafür die Hälfte des Ertrags einstreichen. Insgeheim aber glaubt sie, den naiven Kerl übers Ohr hauen zu können.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Der ecuadorianische Spielfilm, der in deutschen Kinos im Rahmen der spanischsprachigen Filmtournee Cinespanol 3 gezeigt wird, erzählt die Geschichte eines unbedarften Glücksritters. Im Stil eines Heist-Movies begleitet der Film von Regisseur Sebastian Cordero den Dorfbewohner Blanquito, der mit einem großen Kokainfund den Sprung in die Stadt wagt. Das temporeiche Abenteuer bezieht seine Spannung nicht nur aus dem Thema der Illegalität, sondern auch aus dem Kontrast zwischen Land- und Stadtleben.

Die Hauptfigur Blanquito gilt im Dorf als belächelter Taugenichts, der den Fischern nur seiner angesehenen Mutter zuliebe helfen darf. Dabei ist er ein guter, etwas linkischer Kerl, der davon träumt, sich mit einer Frau anderswo eine Existenz aufzubauen. Die Bewohner leben in ärmlichen Verhältnissen, in Hütten aus Holz und Stroh. Als ihnen die Kiste mit den Kokainpäckchen in die Hände fällt, denken sie nicht daran, die kleinen Platten der Polizei zu übergeben, sondern machen sie nachts am Strand zu Geld. Mit diesem humorvollen, verschwörerischen Grundton begleitet der Film Blanquitos Reise, der so viel Kokain besitzt wie ein Großdealer. Man räumt dem naiven Mann von Anfang an wenig Chancen ein, was seine Sympathiewerte erhöht.

Blanquito aber lernt schnell und entpuppt sich als gewitzt. Die Stadt ist für ihn eine Wundertüte voller Erfahrungen – guter und schlechter. Den Rausch des Neuen, Verwirrenden, die Hektik und die Reizüberflutung visualisiert der Film wiederholt in verwischten Bewegungsaufnahmen. Blanquito findet Gefallen daran, sich in diesem Strom des Lebens an unbekannte Orte treiben zu lassen. Ein ständiges Begleitthema ist die Liebe, die zum Katalysator in Blanquitos Reifeprozess wird. Was er für Lorna empfindet, bleibt jedoch weitgehend unausgesprochen. Das erhöht den Reiz dieses kurzweiligen, unbeschwerten Films, der auch einige interessante Einblicke in die ecuadorianische Gesellschaft bietet.

Fazit: Der kurzweilige, unbeschwerte ecuadorianische Spielfilm erzählt in realitätsnahen Bildern von einem Fischer, der auszieht, um mit einem Kokainfund in der Stadt sein Glück zu machen.




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Land: Ecuador, Kolumbien
Jahr: 2011
Genre: Drama
Kinostart: 05.12.2013
Regie: Sebastián Cordero
Darsteller: Alejandro Fajardo, María Cecilia Sánchez, Andrés Crespo
Verleih: Cine Global Filmverleih

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