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Monster Trucks
Monster Trucks
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Monster Trucks (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Regisseur Chris Wedge ("Ice Age", "Robots") war mit seinem ersten Realfilm bislang wenig Glück beschieden. Das geschätzte Budget von 125 Millionen Dollar wird "Monster Trucks" aller Voraussicht nach nicht wieder einspielen. Ursprünglich sollte die Mischung aus Science-Fiction-, Action- und Abenteuerkomödie bereits im Mai 2015 in den USA zu sehen sein. Als sie dort dann endlich, zwei Wochen vor dem jetzigen Deutschlandstart, am 13. Januar 2017 in die Kinos kam, war das bereits der vierte offizielle Termin. Das hat durchaus seine Gründe.

Die Probleme fangen schon bei der Grundidee dieses Films an und setzen sich im löchrigen Drehbuch fort. Dass ein Urzeitwesen, das Millionen von Jahren unter der Erde überlebt und sich dort von Öl ernährt hat, auf stark motorisierte Autos steht, verlangt selbst der jungen Zielgruppe viel Fantasie ab. Dass der Teenager Tripp (Lucas Till), unbehelligt von seiner Mutter (Amy Ryan) und scheinbar ohne irgendwelche Konsequenzen, mit diesem Monster dann munter eine Schneise der Verwüstung hinterlässt, stört das Publikum schon weniger. Angesichts der temporeich ihrem Ende entgegen drängenden Handlung bleibt kaum eine Verschnaufpause, sich über solche Ungereimtheiten aufzuregen. Das uninspirierte Rollenbild vom tüftelnden und schraubenden Jungen und vom reitenden und schmachtenden Mädchen stört da schon eher. Warum Drehbuchautor Derek Connolly bei seiner Geschichte auf eine völlig irre Idee zurückgreift, bei den Figuren hingegen vollkommen einfallslose und altbackene Klischees bedient, bleibt ein Rätsel.

Regisseur Chris Wedge gelingen immerhin ein paar nette Gags. So richtig kommt "Monster Trucks" allerdings trotz all der soliden, der Altersfreigabe entsprechenden Action nie in Fahrt. Das liegt zum einen an Hauptdarsteller Lucas Till. Der sieht zwar blendend aus, bleibt aber – mit Ausnahme des erneut herrlich sonderlichen Thomas Lennon ("Odd Couple") als reuiger Wissenschaftler – ebenso blass wie die übrige Besetzung. Zum anderen nimmt sich das Drehbuch kaum Zeit, die Beziehung zwischen Tripp und dem titelgebenden Monster emotional auf- und auszubauen. Eine echte Identifikation mit den Charakteren fällt bis zum Ende schwer.

Fazit: "Monster Trucks" scheitert bereits an seiner lächerlichen Grundidee. Doch selbst wer diese ignoriert, wird nie so richtig mit dieser Mischung aus Science-Fiction-, Action- und Abenteuerkomödie warm, weil die Chemie zwischen der jugendlichen Hauptfigur und dem titelgebenden Monster nicht stimmt. Ein paar gelungene Gags und solide Action täuschen nicht darüber hinweg, dass "Monster Trucks" mehr Herz und deutlich mehr Hirn gutgetan hätten.





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