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Dancing in Jaffa (2013)

US-Doku: Tanz-Ikone Pierre Dulaine will palästinensische und jüdische Kinder zusammenführen. Der klassische Gesellschaftstanz soll ihnen helfen, politische und kulturelle Grenzen zu überwinden.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Jaffa – eine Stadt zwischen den Religionen und Kulturen. Erstmals seit seiner Kindheit kehrt der international bekannte Tanzstar Pierre Dulaine hierher zurück um sich einen langgehegten Traum zu erfüllen: Er initiiert ein Schulprojekt, bei dem israelisch-palästinensische und israelisch-jüdische Kinder, die seit Jahrzehnten in einer Stadt aber nicht miteinander leben, gemeinsam Tanzen lernen: und zwar, da gibt es für Pierre kein Vertun, Gesellschaftstanz. Dessen Basis gründet in der grundlegenden Idee zwei Menschen zusammenkommen zu lassen, die sich als Einheit bewegen. So will Pierre den Kindern Lebenskompetenzen mitgeben: Vertrauen, Selbstbewusstsein, Disziplin, Respekt und Umgangsformen.
Doch bereits die nötige Berührung der Hände stellt ein Problem dar. Und es soll nicht das Einzige bleiben....

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Dancing in JaffaDancing in Jaffa - Pierre DulaineDancing in JaffaDancing in JaffaDancing in JaffaDancing in Jaffa - Pierre Dulaine


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Dancing in Jaffa" ist weniger ein politischer Tanzfilm als vielmehr ein politischer Film, der als Thema das Tanzen wählt, um sein allgemeingültiges Anliegen zu transportieren. Der Film der israelischen Regisseurin Hilla Medalia begleitet den ehemaligen Weltklasse-Tänzer Pierre Dulaine bei seinem Projekt, israelisch-palästinensische und israelisch-jüdische Kinder zum gemeinschaftlichen Tanzen zu bewegen – trotz aller politischen und kulturellen Unterschiede und bestehender Vorurteile.

Pierre Dulaine wurde 1944 in Jaffa geboren und musste mit seiner Familie vier Jahre später die Stadt verlassen. Seit diesem Zeitpunkt war Dulaine nicht mehr in seiner Heimat. Der Traum vom Zusammenführen der Religionen und Kulturen führte den ehemaligen Weltmeister im Gesellschaftstanz 2013 erstmals wieder zurück in die israelische Hafenstadt. In Jaffa leben (jüdische und christliche) Israelis und Palästinenser praktisch Tür an Tür, doch gehen sie sich wie überall im Land aufgrund der unterschiedlichen Herkunft, Ansichten und Glaubensrichtungen aus dem Weg. Dulaine will mit dem Zusammenführen der Kinder durch das Tanzen zeigen, dass das gemeinsame Erlebnis, vor allem das Erfolgserlebnis, dazu dienen kann, Vorurteile abzubauen und Barrieren zu durchbrechen. Als Erfolgserlebnis definiert Dulaine das erfolgreiche Vermitteln solch populärer Tänze wie Rumba und Tango. Und schon nach kurzem wird deutlich, dass sich die Kinder aneinander annähern, ihre Angst vor dem Unbekannten schwindet und ihr Selbstbewusstsein langsam wächst. Und das nicht nur bei Noor, Alaa und Lois, die der Film näher porträtiert.

Zehn Wochen lang begleitet die Kamera den charismatischen Dulaine und die insgesamt 84 Kinder, die aus ganz unterschiedlichen Familienverhältnissen stammen und sich trauen, an dem Tanz-Projekt teilzunehmen. Zu Beginn müssen sich die Eltern noch ganz förmlich mit diesen neuartigen jüdisch-palästinensischen Tanz-Formationen einverstanden erklären. Und dann kann es losgehen. Der Zuschauer wird Zeuge, wie die Kinder anfangs noch extrem unsicher und voller Angst nur zögerlich den Kontakt zum anderen Geschlecht aufnehmen. Dabei besteht eine erste zu überwindende Hürde bereits darin, die Jungen und Mädchen zum gegenseitigen Berühren zu animieren – immerhin verbietet der Islam dies. Im Laufe der zehn Wochen bringt das Tanzen jedoch so ziemlich alle bestehenden religiösen und kulturellen Barrieren zum Einsturz und Dulaine beweist, dass das Gruppen-Erlebnis den Kindern ein neues Verständnis für gemeinschaftliches Miteinander vermitteln kann.

Am Ende des Films und nach zehn Wochen des eisernen Probens und Trainierens wartet auf einige der Kinder die große Bühne im Rahmen des finalen Tanz-Wettbewerbes. Hier findet die warmherzige und positive Botschaft des Films nochmals in Form von perfekt einstudierten Schritten Ausdruck: Tanz ist in der Lage, gegenseitigen Respekt, Vertrauen und auch ein Gefühl der Gemeinschaft entstehen zu lassen – ganz gleich ob jüdischer, arabischer oder palästinensischer Herkunft. Und er lässt zumindest für einen Augenblick die bittere Realität von den sich bekriegenden Völkern und Religionen vergessen.

Fazit: Mit Hilfe von Gesellschaftstänzen versucht der Tanzlehrer Pierre Dulaine die kulturelle und politische Kluft zwischen Israelis und Palästinensern zu schließen. Ein mutiges Projekt, das die Dokumentation "Dancing in Jaffa" einfühlsam und unterhaltsam einfängt.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2013
Genre: Dokumentation
Länge: 90 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 09.01.2014
Regie: Hilla Medalia
Darsteller: Pierre Dulaine, Yvonne Marceau, Alaa Bubali
Verleih: MFA Film, Die FILMAgentinnen

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Informationen zu den Dancing Classrooms
Dancing Classrooms (DC) ist ein Programm, das Kindern der New Yorker Schulen dabei helfen soll, Fortschritte in der persönlichen und sozialen [...mehr] Entwicklung zu machen. Gegründet wurden die Dancing Classrooms 1994, über 200 Einrichtungen gibt es derzeit in New York. Dancing Classrooms hat es geschafft, dass der Gesellschaftstanz fest in den Lehrplan eingebunden wurde.

Dancing Classrooms ist in vier Kategorien unterteilt.
1. Das Core Program beinhaltet einen zehnwöchigen Kurs, den ein Tanzlehrer zweimal in der Woche je eine Stunde unterrichtet.
2. Dancing Classrooms Academy (DCA) ist ein Wochenendprogramm für die Schüler, die das Core Programm absolviert haben und weiterhin Tanzunterricht nehmen wollen.
3. Color of the Rainbow Team Match ist ein Wettbewerb, der Kinder aus der ganzen Stadt zusammenbringt und ihnen zeigt, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind.
4. The Youth Dance Company (YDC) bietet den besten DCA Schülern die Gelegenheit, bei renommierten Veranstaltungen aufzutreten. Unter den Wettkampforten befinden sich unter anderem das Kennedy Center, Madison Square Garden, das Lincoln Center und PBS.

Das Core Program ist an Viert-, Fünft- und Achtklässler gerichtet, aber die Teilnehmer können bis zu ihrem Abschluss in der DCA bleiben.

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