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Wir sind die Besten
Wir sind die Besten
© Frenetic Films AG

Kritik: Wir sind die Besten (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Basierend auf dem Comic "Never Goodnight" seiner Ehefrau Coco hat der schwedische Regisseur und Drehbuchautor Lukas Moodysson diesen Feelgood-Film über drei Teenager gedreht. Wie schon in seinem gefeierten Erstlingswerk "Raus aus Åmål" (1998) ist er dabei ganz auf Augenhöhe mit seinen jugendlichen Protagonistinnen und zeigt deren Alltag mit einem feinen Gespür für Details und Zwischentöne.

Der Plot an sich ist dabei recht einfach und vorhersehbar geraten, Moodysson geht es aber auch gar nicht darum, eine große oder besonders originelle Geschichte zu erzählen. Lieber erkundet der Filmemacher mit aufmerksamen Blick das soziale Milieu seiner Heldinnen: Das Umfeld der drei Gymnasiastinnen im Schweden der 1980er wird dabei authentisch und realitätsnah porträtiert, bisweilen geht es hier auch ganz schön rau zu. Trotz der vielen Konflikte und einigen ernsten Momenten, die in "Wir sind die Besten" auftauchen, bleibt der Tonfall des Films aber stets leichtfüßig und humorvoll.

Neben dem gelungenen Soundtrack, der selbstverständlich überwiegend aus alten Punksongs besteht, sind es vor allem die jungen Hauptdarstellerinnen, die dafür sorgen, dass "Wir sind die Besten" ein mitreißendes Drama geworden ist. Ungekünstelt und mit einer lebhaften Energie verkörpern die Schauspielerinnen ihre Rollen: Zwischen kindlichem Weinen und jugendlichem Aufschrei sowie zwischen großer Verletzlichkeit und selbstbewusster Attitüde gelingt es ihnen, ebenso glaubwürdige wie komplexe Figuren zu erschaffen, deren Weg man gerne ein Stück begleiten will.

Fazit: Der humorvolle Jugendfilm überzeugt durch sein Gespür für Details und Zwischentöne und ist zudem großartig besetzt. Das Ergebnis ist ein authentisches Porträt einer Teenagerfreundschaft im Schweden der 1980er.




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