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Kritik: Reuber (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Kurz nach der Fertigstellung und noch vor der offiziellen Premiere seiner Komödie "Dicke Mädchen" (2011) hat sich der junge Filmemacher Axel Ranisch mit seinen Mitstreitern Peter Trabner und Heiko Pinkowksi in die Wälder Brandenburgs aufgemacht, um dort seine nächste Low-Budget-Produktion zu beginnen. Wie auch schon im von der Kritik und dem Festivalpublikum gefeierten Vorgängerfilm erweist sich "Reuber" nun als verspielte Improvisation, die ganz von den enthusiastischen Darstellern und der liebevollen Inszenierung lebt.

Trabner und Pinkowski schlüpfen wieder einmal mit vollem Körpereinsatz und sichtlicher Freude in ihre Rollen, während Tadeus Ranisch, der Neffe des Regisseurs, den jungen Helden spielt und sich dabei bravourös gegen seine erwachsenen Mitspieler behaupten kann. Auch Axel Ranischs aus "Dicke Mädchen" bekannte Großmutter Ruth Bickelhaupt ist erneut mit von der Partie und versprüht in kurzen Auftritten als tanzende Waldfee mächtig Charme. Ergänzt wird das Ensemble von einer unprätentiösen und effektiven Inszenierung, die das niedrige Budget gut zu nutzen weiß. Der Filmschnitt macht aus dem Hokuspokus des Zauberers wahre Magie und die musikalische Untermalung sorgt für eine melancholisch-märchenhafte Atmosphäre.

Trotz aller Improvisationen, einiger unkonventioneller Ideen und der manchmal derben Sprache erweist sich "Reuber" im Grunde als recht klassischer Kinderfilm samt lehrreicher Moral. Hinter der rauen Schale des Räubers wird schnell ein großes Herz spürbar und seine Verbrechen erweisen sich letztlich als harmlose Späße und gute Taten.

Fazit: Hinter der rauen Fassade aus improvisiertem Spiel, derber Sprache und unkonventionellen Ideen steckt ein klassischer Kinderfilm mit großem Herz und einer lehrreichen Botschaft für kleine und große Zuschauer.




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