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Kritik: Das Magische Haus (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Dem belgischen Filmemacher Ben Stassen gelang mit "Sammys Abenteuer" vor vier Jahren ein wunderschöner, mit zahlreichen illustren Figuren gespickter Animationsspaß, der zudem mit gelungenen 3D-Effekten überzeugte. Dass es sich bei Stassen nicht um einen One-Hit-Wonder-Regisseur sondern um einen extrem begabten 3D-Virtuosen handelt, beweist er mit seinem neuesten Hit, dem Film "Das magische Haus". Für die Synchronfassung hierzulande konnten einige namhafte deutschsprachige Darsteller und Entertainer gewonnen werden, wie z.B. Matthias Schweighöfer, Karoline Herfurth oder auch Dieter Hallervorden. "Das magische Haus" - im Übrigen einem 12-minütigen 4D-Film, der in Freizeitparks gezeigt wurde, nachempfunden - ist ein quietschbunter, kurzweiliger Animations-Spaß für die ganze Familie mit einer liebevollen Figurenzeichnung und unzähligen witzigen, überraschenden Einfällen.

Schon nach wenigen Minuten wird dem Zuschauer bereits sehr deutlich, dass die Europäer bzw. europäischen Macher und Studios ein ganz anderes Verständnis von der in ihren Filmen eingesetzten 3D-Tricktechnik haben als Hollywood. Während Hollywood in seinen 3D-Animationsfilmen die dreidimensionalen Effekte eher spar- und behutsam einsetzt, kann z.B. ein Regisseur wie Ben Stassen dem Zuschauer gar nicht genug Gegenstände entgegenfliegen und Elemente im Sekundentakt aus der Leinwand hervortreten lassen. Hinsichtlich seiner Dreidimensionalität ist der Film eine wildgewordene Achterbahnfahrt der Emotionen und skurrilen Einfälle, die die Technik voll und ganz ausnutzt.

Allerlei Alltags- und Gebrauchsgegenstände wie auch Lebensmittel (Kaugummis, Froot Loops etc.) fliegen dem Zuschauer entgegen, währenddessen die Hauptfigur Thunder von einer spektakulären Verfolgungsjagd in die nächste stolpert. Der Action-Anteil ist sehr hoch und gönnt dem Kinobesucher praktisch keine Auszeit, weshalb der Film vielleicht nicht ganz so gut für die kleinsten Zuschauer zu empfehlen ist. Darüber hinaus gefällt das Werk aber mit seiner liebevollen Figurenzeichnung, die einen Schwerpunkt des Films ausmacht. "Das magische Haus" wird von einer ganzen Schar an sympathischen und niedlichen Figuren bevölkert, vom frechen Chihuahua Kiki über den sprechenden Kaugummi-Automaten bis hin zum niedlichen Pfannkuchen-Roboter. Das alles ist vergnügliches, kunterbuntes Unterhaltungs-Kino, das Spaß macht und dessen gut gemeinte Botschaften (familiärer Zusammenhalt gegen Gefahren von außen) bei den jüngeren Zuschauern ankommen werden.

Fazit: Liebevolle Spielfilm-Variante eines Vergnügungspark-Kurzfilms, die durch den hohen Anteil sympathischer und kauziger Figuren sowie die starken 3D-Effekte besticht.





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