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Lola auf der Erbse (2014)

Deutsche Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs: Seit ihr Vater "verschwunden" ist, lebt die neunjährige Lola mit ihrer Mutter auf dem Hausboot "Erbse". Als die plötzlich einen neuen Freund hat, tut Lola alles, ihn wieder los zu werden - obwohl er eigentlicg ziemlich nett ist...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.2 / 5

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Die kleine Lola (Tabea Hanstein) ist ein aufgewecktes, neunjähriges Mädchen, das mit ihrer Mutter auf einem Hausboot namens "Erbse" lebt. Bis vor kurzem war noch alles in bester Ordnung in Lolas kleiner, idyllischer Welt, doch seit kurzem leben die Beiden ohne den Vater bzw. Ehemann, der die Kleinfamilie plötzlich und ohne Vorwarnung verlassen hat. Lola kann ihre Trauer darüber nicht verwinden und flüchtet sich daher immer häufiger in Tagträume. Dennoch ist sie voller Hoffnung und wartet darauf, dass ihr Vater doch wieder zurückkommt. Zu allem Überfluss trifft sich ihre Mutter in der letzten Zeit immer häufiger mit einem neuen Mann, der ihr äußerst gut zu gefallen scheint. Daher ist Lolas Ideenreichtum gefragt, um den neuen Freund schnellstmöglich wieder loszuwerden.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Lola auf der Erbse" beruht auf dem gleichnamigen, erfolgreichen Kinderroman von Annette Mierswa. Regie führte hier der Drehbuchautor und Filmemacher Thomas Heinemann, der mit "Lola auf der Erbse" ein gutes Händchen und viel Gespür für das zielgruppengerechte Inszenieren origineller, märchenhafter Stoffe beweist. Ihm gelingt ein bunter, wohlig stimmender Kinderfilm, der mit einer charismatischen Hauptdarstellerin und einer ganzen Reihe an klugen Einfällen besticht. Zwar entbehrt er - vor allem in erzählerischer Hinsicht - auch nicht unbedingt einer gewissen Naivität, Regisseur Heinemann und seinem Team ist es aber hoch anzurechnen, dass hier auch ernste Themen wie Trennung, Einwanderung und Armut angesprochen und kindgerecht umgesetzt werden.

Ein großes Lob gebührt der charismatischen, ungemein sicher aufspielenden Hauptdarstellerin Tabea Hanstein, die hier in ihrer ersten Filmrolle als lebhafte, sympathische Lola zu sehen ist. Lola wächst dem Zuschauer mit ihrer ganz eigenen, individuellen Art schnell ans Herz. Sie ist ein hochsensibles, emotionales Wesen, das mit der Trennung der Eltern einfach nicht zurechtkommt, auf der anderen Seite aber auch voller witziger Ideen und Flausen steckt. Dies macht sich am ehesten immer dann bemerkbar, wenn sie versucht, den neuen Freund der Mama mit immer neuen Tricks loszuwerden. Großartig ist die Idee der Macher, Lola alle paar Minuten in einer Art Videotagebuch wichtige Erlebnisse und Vorfälle in ihrem Leben sowie ihre Gedanken zu erklären und dem Zuschauer damit näher zu bringen. Dabei schaut sie direkt in die Kamera und richtet sich an jeden einzelnen Zuschauer, der plötzlich in die Handlung mit einbezogen wird und sich dadurch noch stärker mit Lola verbunden fühlt.

Diese direct-to-camera-Erläuterungen nutzt Lola auch, um den (vor allem jüngeren) Kinobesuchern durchaus komplexe und schwierige Themen wie Scheidung, Illegalität und Armut zu erläutern. Da die Erklärungen sowie Kommentare von Lola einfach und auf den Punkt formuliert, dazu stets mit einem Schuss Ironie und Augenzwinkern angereichert sind, sollten auch die Kleinsten ein gutes, erstes Verständnis für diese Inhalte entwickeln. Dazu würzt Regisseur Heinemann seinen Film mit einer ganzen Reihe weiterer, gelungener filmischer Spielereien, wie z.B. des immer wieder in Lolas Tagträumen als singender Vagabund auftretenden Vaters, bei dem man bis zum Schluss hofft, er möge doch bitte wieder in das Hausboot und zur Familie zurückkehren. Negativ kann man dem Film höchstens die Tatsache ankreiden, dass er mit den angesprochenen Problemfeldern und Schwierigkeiten am Ende zu naiv und arglos umgeht, wenn sich beim Finale plötzlich alles in Wohlgefallen auflöst und alle Protagonisten bei Lolas Geburtstag glücklich und zufrieden zusammen feiern.

Fazit: Fantasievoller, liebenswerter Kinderfilm über ein aufgewecktes kleines Mädchen, das den jüngeren Zuschauern auch schwierige und komplexe Themen auf spielerische Art näherbringt.




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FBW: besonders wertvollDie neunjährige Lola lebt mit ihrer Mutter Loretta auf einem Hausboot namens ?Erbse?. Seit der Vater eines Tages einfach verschwunden ist, trauert Lola um ihn. Sie hat außer einem alten Kapitän keine Freunde und wehrt sich heftig gegen den neuen [...mehr]

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Land: Deutschland
Jahr: 2014
Genre: Komödie, Kinderfilm
Länge: 89 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 04.09.2014
Regie: Thomas Heinemann
Darsteller: Christiane Paul als Loretta Lachmann, Antoine Monot Jr. als Barkelt, Olaf Krätke als Solmssen
Verleih: farbfilm verleih

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