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Der kleine Drache Kokosnuss
Der kleine Drache Kokosnuss
© Universum Film

Kritik: Der kleine Drache Kokosnuss (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die drei kleinen Freunde Kokosnuss, Oskar und Matilda aus der Kinderbuchreihe von Ingo Siegner kommen zum ersten Mal ins Kino, und zwar mit einer neuen Abenteuergeschichte. Das Drehbuch von Gabriele Walther und Mark Slater wartet mit turbulenten Ereignissen auf der Dracheninsel auf. Der spaßige, vor allem aber auch aufregende 3D-Film der Regisseure Nina Wels und Hubert Weiland richtet sich an das ganz junge Kinopublikum. Die drei Freunde kommen auf ihrer Jagd nach dem gestohlenen Feuergras in Kontakt mit Feuer-, Fress-, Gras- und Bergdrachen. Einige sind reizbare Zeitgenossen, andere wohnen in Gegenden, in denen es tückische Schlucklöcher und einen unruhigen Vulkan gibt. Kokosnuss, Oskar und Matilda aber halten zusammen und wachsen über sich hinaus.

Die kleinen Freunde sind anfangs Außenseiter. Der Feuerdrache Kokosnuss schafft es einfach nicht, zu fliegen. Oskar ist Vegetarier – in einem Dorf, in welchem ständig Rindfleisch gegrillt wird. Und Matilda hat als Stachelschwein unter lauter Drachen sowieso keinen leichten Stand. Aber die Freunde sind unternehmungslustig und kreativ. Zum Beispiel basteln sie sich in höchster Not einen Ballon aus einer Kochmütze. In der Luft fangen sie euphorisch zu singen an, mit Fantasiemikrofon und -instrumenten. In den Filmliedern aber geht es oft ziemlich aufdringlich ums Mutmachen. Als wären Kinder verschüchterte Wesen, die Nachhilfeunterricht in Selbstvertrauen benötigten.

Auch sonst wirkt einiges recht dick aufgetragen. Dass Oskar so nervige Eltern hat und ihnen immer davonläuft, passt nicht ganz zur Zielgruppe der Kindergarten- und kleineren Grundschulkinder. Wenn dann die Action so richtig aufdreht und die Freunde im Verdauungstrakt eines gigantischen, nicht näher beschriebenen Wesens unter der Erdoberfläche landen, wird es schon recht unheimlich. Das Gleiche gilt auch für die Passagen im Inneren des Vulkans, wo Kokosnuss in einem See aus Lava halsbrecherisch herumturnt, um das Feuergras zu retten. Die visuelle Gestaltung überzeugt jedoch, nicht nur mit ihren grellbunten, putzigen Dino-Figuren, sondern auch mit der abwechslungsreichen Umgebung. Die Feuerdrachen zum Beispiel wohnen in hübschen eierförmigen Häusern und die Fressdrachen hausen in einer Canyonlandschaft wie im Wilden Westen. Kokosnuss und seine Freunde funktionieren als Sympathieträger, trotz der unnötig schrillen Töne, die ihnen die Filmemacher manchmal in den Mund legen.

Fazit: Das farbenfrohe Animationsabenteuer mit den Figuren aus den gleichnamigen Kinderbüchern von Ingo Siegner bietet turbulente und aufregende Action. Der positive Eindruck, den die Bildgestaltung und die sympathischen kleinen Hauptcharaktere erwecken, wird durch den aufdringlichen Tonfall mancher Dialoge und Lieder geschmälert.





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