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Coherence (2013)

Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Acht erwachsene Freunde verbringen den Abend in gemütlicher Runde mit gutem Essen und viel Wein in der Privatwohnung des einen Freundes. Das Dinner verläuft angenehm, alle sind gut drauf und es wird viel gelacht. Die Gespräche drehen sich schon bald um ein merkwürdiges Naturphänomen, an sich an jenem Abend abspielt: ein Komet fliegt nah an der Erde vorbei, er ist sogar von der Wohnung aus am Himmel zu erkennen. Dann fällt plötzlich der Strom aus und es wird dunkel. Die ganze Straße ist von dem Stromausfall betroffen, bis auf ein Haus am Ende der Straße, in dem noch Licht brennt. Einige der Freunde machen sich daraufhin auf den Weg zu dem Haus und kommen mit einer seltsamen weißen Box zurück. In der Box: Bilder von allen acht Freunden, versehen mit Zahlen. Daraufhin kommt es zu mehreren unerklärlichen, übernatürlichen Vorfällen. Die Freunden können zunehmend nicht mehr zwischen Realität und Übernatürlichem unterscheiden. Was hat es mit der Box auf sich - und: können sich die Freunde überhaupt gegenseitig trauen?

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CoherenceCoherence - Emily BaldoniCoherenceCoherence - Emily BaldoniCoherence - Emily BaldoniCoherence - Emily Baldoni


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Das sich mit den Themen Realitätsverlust, Metaphysis und Wahrnehmungsstörung beschäftigende Science-Fiction-Drama ist der erste abendfüllende Film von James Ward Byrkit, dem nur ein geringes Budget zur Verfügung stand. Das sorgte dafür, dass Byrkit den Film in seinem eigenen Haus drehen ließ und lediglich verwackelte Handkameras nutzte. Dies verleiht dem Film eine enorme Unmittelbarkeit und der Zuschauer fühlt sich mitten ins Geschehen hineinversetzt. Seine Premiere erlebte das anspruchsvolle Werk auf dem Fantasy-Filmfest in diesem Jahr in Austin, Texas. Weitere internationale Filmfeste folgten. "Coherence" gefällt durch seine authentische Bildsprache und überzeugenden (Laien-) Darsteller, die ihre Dialoge größtenteils improvisierten. Der Film beginnt stark, verliert sich aber am Ende ein wenig in immer kruderen, unglaubwürdigen Wendungen und Story-Twists.

Durch die Verwendung von Handkameras bekommt der Film einen realistischen Look und eine unmittelbare, fast dokumentarische Stimmung bzw. Atmosphäre, die zudem dafür sorgt, dass sich der Zuschauer mitten ins Geschehen hineinversetzt fühlt. Man wähnt sich schon bald inmitten der illustren Abend-Runde und fühlt sich als Teil der Freunde, die im Privathaus des einen immer unerklärlichere, zunehmend rätselhafte Ereignisse verarbeiten müssen. Glaubwürdig agieren zudem die Darsteller, zum Teil ungelernte Schauspieler. Durch die improvisierten Dialoge erhält der Film eine zusätzliche Spannungsnote, da die Schauspieler - ebenso wie der Zuschauer - nicht wissen, was als nächstes passiert und wie sich die Handlung weiter entwickeln wird. Schließlich verzichtete Regisseur Byrkit weitestgehend auf ein Drehbuch und das tut dem Film gut.

Auch gelungen ist, dass im Laufe der Story immer mehr vergangene, amouröse Vorkommnisse und Affären der Freunde untereinander bekannt werden und mit der eigentlichen Thematik des Films - mysteriöse Vorfälle jenseits von Logik und Realität - verschmelzen. Falls dieser Aspekt bzw. diese Plot-Einsprengsel nicht im Vorfeld des Films feststanden sondern der Improvisation der Darsteller geschuldet sind, hat es man hier wohl mit einigen der talentiertesten Improvisations-Künstler zu tun. Ein wenig schade ist, dass der Film mit zunehmender Dauer an Klasse verliert, was vor allem an den immer abstruseren und unglaubwürdigeren Handlungsverläufen und Wendungen liegt. Damit büßt der Film letztlich auch an Spannung ein, da man die ins Unrealistische und fast schon unglaubwürdig Komische abdriftende Geschichte irgendwann nicht mehr für voll nehmen kann.

Fazit: Gelungen gespieltes Indie-Science-Fiction-Drama in authentischem Look und mit interessanter Metabenen-Thematik, das am Ende zu sehr ins Unglaubwürdige und Diffus-abwegige abdriftet.




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Land: USA
Jahr: 2013
Genre: Science Fiction
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 25.12.2014
Regie: James Ward Byrkit
Darsteller: Emily Baldoni als Em, Maury Sterling als Kevin, Nicholas Brendon als Mike
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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