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Heute bin ich Samba (2014)

Samba

Französische Tragikomödie im Stile von "Ziemlich beste Freunde": Der lebensfrohe, illegale Einwanderer Samba wird von den Behörden gezwungen, Frankreich innerhalb von 72 Tagen zu verlassen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Seit zehn Jahren lebt und arbeitet der Senegalese Samba (Omar Sy) nun schon illegal in Frankreich. Er besitzt keine Aufenthaltserlaubnis und könnte jederzeit erwischt werden. Samba sucht sich einen Nebenjob nach dem anderen, nur um keinen Verdacht zu erregen und im System unentdeckt zu bleiben. Um an neue Jobs zu kommen, hilft ihm sein bester Freund Wilson (Tahar Rahim), auf den er sich als einzigen verlassen kann. Insgeheim jedoch träumt der Senegalese von einem Ende der Angst und finanziellen Unsicherheit: er will eine unbefristete Festanstellung. Als er kurz davor steht, eine solche Stelle zu bekommen, macht ihm das Arbeitsamt einen Strich durch die Rechnung und steckt ihn in Abschiebehaft. Dort trifft er auf Alice (Charlotte Gainsbourg), die vor kurzem ein Burn-Out hatte und nun ehrenamtlich als Sozialarbeiterin tätig ist. Kann sie Samba beim Kampf gegen die Behörden unterstützen?

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

"Heute bin ich Samba" ist bereits die fünfte gemeinsame Regie-Arbeit der Filmemacher Olivier Nakache und Eric Toledano. Ihr größter Coup gelang ihnen vor knapp drei Jahren mit der tragischen Komödie "Ziemlich beste Freunde", einer der erfolgreichsten europäischen Komödien der Kinogeschichte. Allein in Deutschland wollten den Film fast zehn Millionen Menschen sehen. Diesen Erfolg werden sie mit "Heute bin ich Samba" wohl kaum wiederholen können, obwohl sie mit ihm inhaltlich und inszenatorisch deutlich an den Blockbuster anknüpfen: Erneut geht es um ernste Themen und soziale Missstände, die mit viel Humor und gut aufgelegten Stars transportiert werden.

"Heute bin ich Samba" hat zu weiten Teilen Klasse und ist insgesamt sehenswert, an die Qualität von "Ziemlich beste Freunde" reich der Film aber längst nicht ran. Zu den positiven Aspekten: erneut ist es Omar Sy - privat ein guter Freund des Regie-Duos - der sich mit viel Charme und Ausdruck die Sympathien des Zuschauers erspielt. Erneut spielt er einen farbigen, lebensfrohen und immer zu Scherzen aufgelegten Außenseiter, der um Anerkennung kämpft und gegen gesellschaftliche Vorurteile angehen muss. An seiner Seite steht die Charaktermimin Charlotte Gainsbourg, die nach der expliziten Darstellung einer Sexsüchtigen in von Triers "Nymphomanic" (mal wieder) beweist, dass ihr auch die leisen, ruhigen Töne liegen.

Ihre Figur ist zerbrechlich, labil und doch so stark und steht stellvertretend für viele Menschen in der heutigen, stressigen Arbeitswelt, in der es oft darum geht, zu funktionieren und für eine geringe Entlohnung immer Top-Leistung abzurufen. Schauspielerisch punktet der Film auf ganzer Ebene, ebenso bei der realistischen Darstellung des Alltags vieler illegal in einem europäischen Staat lebenden Einwanderer. Dieser ist nicht selten geprägt von nervigen Behördengängen, undurchsichtiger Bürokratie und unzähligen Verständigungsproblemen. Dies vermittelt der Film auch mit enorm viel Humor. Überhaupt: das Regie-Duo Nakache und Toledano hält zumeist gekonnt die Waage aus Rührung und Witz. Leider jedoch kommt die bemüht wirkende Lovestory zwischen Samba und Alice allzu aufgesetzt, erzwungen daher und der Film versucht zu verkrampft und mit aller Gewalt als Romantic Comedy durchzugehen. Dazu ist der Film mit seinen 120 Minuten Laufzeit nicht nur sehr lang geraten - er kommt einem tatsächlich auch so vor. Und das ist letztlich immer ein schlechtes Zeichen.

Fazit: Gekonnt zwischen Tragik und Witz changierender Film mit überzeugendem Cast, dessen bemühte Love-Story die deutlichste Schwäche darstellt.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollSchon der Anfang dieses Films verwirrt den Zuschauer gekonnt: Er beginnt mit einer Hochzeitszeremonie? die Torte wird angeschnitten ? und wir sehen dazu sich ekstatisch nach Samba-Rhythmen bewegende Tänzerinnen. Doch dann sucht sich die Kamera den [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Frankreich
Jahr: 2014
Genre: Komödie
Länge: 118 Minuten
Kinostart: 26.02.2015
Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano
Darsteller: Omar Sy als Samba Cissé, Charlotte Gainsbourg als Alice, Tahar Rahim als Wilson
Verleih: Central Film, Senator Film

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