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SpongeBob Schwammkopf 3D
SpongeBob Schwammkopf 3D
© Paramount Pictures Germany

Kritik: SpongeBob Schwammkopf 3D (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Der rechteckige gelbe Schwamm SpongeBob lieferte schon vor über einem Jahrzehnt den Beweis, dass Kinder nicht nur auf Superhelden, Überflieger, tapfere Krieger und dergleichen stehen. Als Titelfigur der gleichnamigen, unverwüstlichen TV-Serie spielte er sich im Gegenteil als gutmütig-naives Stehaufmännchen in die Herzen der jungen Zuschauer. Die durch und durch positive Identifikationsfigur und ihre Freunde bewegten sich in der animierten Unterwasserwelt Bikini Bottom in einem zwar skurrilen, aber auch beschaulichen Universum. Die Kinoabenteuer "Der SpongeBob Schwammkopf Film" von 2004 und der jetzige "SpongeBob Schwammkopf 3D" setzen auf mehr Action und den Kontakt mit Realfiguren. Unter der Regie von Paul Tibbitt wird SpongeBob diesmal unter anderem sowohl ins Universum gebeamt, als auch an einen Badeort in der realen Welt. Das Resultat ist ein ziemlich wirres Abenteuer, in dem aus der rauschhaften, nivellierenden Bilderflut nur mehr einzelne witzige Momente herausragen.
Die Fans der Serie dürfen sich über ein Wiedersehen mit den Bewohnern von Bikini Bottom freuen: Da ist zum Beispiel der Kapitalist Mr. Krabs, der seinen besten Mitarbeiter SpongeBob liebevoll "Min Jung" nennt, aber nur, wenn die Rendite stimmt. Oder der unterbelichtete Kindskopf Patrick, SpongeBobs bester Freund, der miesepetrige Thaddäus Tentakel, das Eichhörnchen Sandy und sogar SpongeBogs Haustier, die miauende Schnecke Gary. Mit diesen Figuren sorgen die Filmemacher wieder für kurze Anekdoten und Dialogzeilen, die spontan zum Auflachen reizen. Auch für Erwachsene ist Spaßiges dabei, zum Beispiel wenn SpongeBob erklärt, dass er das Burgerrezept nicht auswendig kennt, weil ihm das Kleingedruckte seines Vertrags die Wiedergabe selbst in "Erinnerungen, Träumen oder Stickbildern" verbietet. Hübsch ist auch der Einfall, die bunte Truppe in die Welt der Menschen zu schicken, um die Größenverhältnisse zu verdeutlichen: SpongeBob ist neben einem Mann, der am Strand liegt, so klein, dass er diesen wiederum für einen angespülten Wal hält.
Auf Dauer aber ermüdet die überbordende, sowohl in der animierten Unterwasser-, als auch auf dem von Realfiguren bevölkerten Festland spielende Geschichte. Darin muss neben dem unvermeidlichen Piraten und einem magischen Buch auch ein Delfin, der im Weltall Wache schiebt, und sogar die Verwandlung SpongeBobs und seiner Gefährten in Superhelden Platz finden. Die visuelle Gestaltung in 3D ist zwar reizvoll, aber aufgrund der allgemeinen Überfrachtung lässt sich kaum etwas wirklich genießen. Schade, wenn dafür gerade eine Figur herhalten muss, die man sonst für ihre einfache Gedankenlogik schätzt.

Fazit: Die legendäre rechteckige Serienfigur verlässt Bikini Bottom mit einer Zeitmaschine, mutiert zum Superhelden und erlebt die ausgeflipptesten Abenteuer, während dem Zuschauer schon längst der Kopf schwirrt.




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