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Flowers of Freedom
Flowers of Freedom
© BraveHearts International GmbH

Kritik: Flowers of Freedom (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Vier Jahre lang reiste die Kölner Regisseurin und Ethnologin Mirjam Leuze für "Flowers of Freedom" immer wieder in ein kleines Dorf im weit entfernten zentralasiatischen Staat Kirgisistan, um den Kampf einer kleine Gruppe von Frauen gegen die kirgisisch-kanadischen Betreiber einer Goldmine zu dokumentieren. Das Endprodukt ist eine packende und aufrüttelnde Doku, die beweist, dass sich ziviler Ungehorsam, Zusammenhalt in schweren Zeiten und friedlicher Protest auszahlen können.

"Flowers of Freedom" beleuchtet ausführlich diesen dramatischen Fall, der ein gutes Beispiel für zivilen, gerechtfertigten Ungehorsam darstellt und beweist, dass man sich auch als kleiner, einfacher Mann durchaus gegen mächtige, kapitalistische Wirtschaftsunternehmen zur Wehr setzen kann. Regisseurin Leuze kann für ihren Film dabei auf reichhaltiges Material an Aufnahmen zurückgreifen, da sie seit 2008 über einen Zeitraum von vier Jahren immer wieder die Reise nach Kirgisistan antrat, um den mutigen Kampf der Frauen mit der Kamera festzuhalten. Besonders eindringlich gestalten sich jene Aufnahmen, die vom unerschrockenen Mut der Frauen zeugen und aufzeigen, wie sich diese den Minenbetreibern und LKW's in den Weg stellen und den offenen Dialog mit den Mächtigen suchen.

Dabei geht der Film aber noch weiter. Er blickt über den Tellerrand hinaus und zeigt, welchen Verlauf die Geschichte weiter nahm. Dieser gestaltete sich nämlich ebenso überraschend wie erfreulich: Nachdem das kirgisische Regime im Frühjahr 2010 durch eine Revolution gestürzt wurde, durften die Frauen am demokratischen Aufbruch und Neubeginn des Landes mitwirken. Erkingül gelangte nach den ersten demokratischen Wahlen schließlich ins Parlament, in dem sie bis heute sitzt und ihren Kampf gegen die Mine fortführt.

Fazit: Aufrüttelnde, bewegende Doku über den Mut einer Gruppe kirgisischer Frauen und gleichzeitig ein Plädoyer für mehr Zivilcourage.




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