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In the Name of the Son - Sprich dein Gebet (2014)

In the Name of the Son

Französisch-belgische Satire: Eine einstmals strenggläubige Mutter wird zum Racheengel und macht mit der Pistole Jagd auf pädophile Priester.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Elisabeth (Astrid Whettnall) ist eine gläubige Katholikin, eine fürsorgliche Mutter und eine treue Ehefrau. Sie arbeitet als Moderatorin eines christlichen Radioprogramms, in dem sie und ein Priester Glaubensfragen der Zuhörer beantworten. Als die Kirche einen Aufruf startet und private Unterkünfte für ihre Mitarbeiter sucht, bietet Elisabeth diesem Pfarrer selbstverständlich ein Zimmer im Haus ihrer Familie an. Kurz darauf kommt es zu einem tragischen Jagdunfall, bei dem Elisabeths Mann ums Leben kommt. Jetzt findet ihr 13-Jähriger Sohn Julien bei diesem Priester Trost. Als der einige Monate später wieder abreist, folgt die nächste Katastrophe: ihr Sohn erschießt sich vor Elisabeths Augen. Es zeigt sich, dass er eine homoerotische Beziehung mit dem Priester hatte. Verzweifelt bittet Elisabeth den Bischof um Rat. Doch anstatt auf Verständnis zu stoßen, wird sie als Denunziantin beschimpft. Der Bischof wirft Elisabeth vor ohne echte Beweise einen treuen Diener der Kirche in den Schmutz zu ziehen. Auch solle sie wissen, dass ein Homosexueller und ein Selbstmörder nicht in den Himmel kommt. Davon angesehen habe er eine ganze Akte voll mit solchen unbewiesenen Anschuldigungen. Außer sich vor Zorn erschlägt Elisabeth den Bischof, nimmt dessen Liste mit vermutlichen Pädophilen an sich und startet einen bitteren Rachefeldzug.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die Katholische Kirche steht immer wieder aufgrund von Skandalen um pädophile Priester unter Beschuss. Außerdem haben immer mehr Gläubige Probleme mit den oftmals antiquierten Anschauungen ihrer Kirche. Diese Kritik findet immer öfter auch in Filmen ihren Niederschlag. Gerade zeigte die kroatische Tragikomödie "(Es ist ein Fehler aufgetreten)" einen katholischen Priester, der zwecks Durchsetzung des göttlichen Vermehrungsgebots in seiner Gemeinde eigenhändig Kondome durchlöchert. Doch der aus Belgien stammende "In the Name of the Son" von Vincent Lannoo ("Vampires") ist eine ätzende Satire, gegen die sich "Gott verhüte!" noch sehr harmlos ausnimmt.

Vincent Lannoos Inszenierung ist so nüchtern - um nicht zu sagen spröde, dass man sich eher in einem kleinen Arthouse-Drama, als in einer surrealen Satire wähnt. Auf diese Art entfaltet "In the Name of the Son" sein volles subversives Potential. Selbst als die Handlung sich immer mehr zur Groteske entwickelt, bleibt inmitten des absurden Treibens der zurückhaltende Tonfall bewahrt. Der belgische Regisseur liebäugelt offen mit dem abseitigen Humor solcher Filme wie Monty Pythons "Der Sinn des Lebens" (1983) oder Jean-Luc Godards grotesker Gesellschaftssatire "Weekend" (1967). Da gibt es abstruse Szenen wie die, in der eine paramilitärische katholische Wehrsportgruppe auf Schießfiguren mit Osama-Bin-Laden-Bild ballert. Das bedeutet jedoch nicht, dass "In the Name of the Son" ein ähnliches qualitatives Niveau wie die großen Vorbilder erreicht. Und aufgrund seiner Sprödigkeit vermag der Film leider auch nicht wirklich zu fesseln.

Fazit: Diese groteske Kritik an der Katholischen Kirche macht richtig Spaß. Leider drosselt die Sprödigkeit der Inszenierung häufiger sehr das Tempo.




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Land: Belgien
Jahr: 2014
Genre: Satire
Länge: 80 Minuten
Kinostart: 16.10.2014
Regie: Vincent Lannoo
Darsteller: Astrid Whettnall als Elisabeth, Philippe Nahon als Pater Taon, Achille Ridolfi als Achille
Verleih: Drop-Out Cinema eG

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