VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest
Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

1904 betrat J. M. Barries Peter Pan in London zum ersten Mal die Theaterbühne. Seither haben die Figuren aus Nimmerland ein Eigenleben entwickelt – so auch die Fee Tinkerbell. Julia Roberts und Ludivine Sagnier verkörperten sie bereits auf der großen Leinwand. Seit 2008 besitzt das kleine geflügelte Fabelwesen im Disney Konzern gar eine eigene Filmreihe. Sieben animierte Abenteuer sind seither erschienen, die meisten davon direkt auf DVD oder Blu-ray. In Deutschland schafften es zwei davon ins Kino. Nun folgt mit "Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest" der nächste Auftritt. Der Titel führt jedoch etwas in die Irre. Denn Tinkerbell ist nur am Rande zu sehen. Den Hauptpart unter den Feen übernimmt ihre Freundin Emily.

Regisseur Steve Loter entführt den Zuschauer in eine magische Welt voller Feenstaub. Auf ihren Flügen durch Nimmerland purzeln die Protagonisten in der dritten Dimension munter durcheinander. Die Verständigungsschwierigkeiten zwischen der hilfsbereiten Emily und dem böse dreinblickenden, aber herzensguten Grummel sind für manchen Lacher gut. Wenn sich ein düsteres Unwetter über dem Tal zusammenbraut, wird es für die Reihe aber auch ungewohnt düster, was manch jungen Besucher das Fürchten lehren könnte.

Damit die Kleinen auch verstehen, worum es geht, begleiten Musiktitel die Handlung, die das eigentliche Thema des Films besingen: Auch in einer harten Schale steckt ein weicher Kern. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen blickt Emily hinter die Fassade. Sie bewertet das optisch furchteinflößende Nimmerbiest nicht nur nach seinem Äußeren. Und so werden aus Feinden schließlich Freunde, die gemeinsam das drohende Unheil abwenden.

Die simple Story ist solide animiert, lässt das visuelle Spektakel jedoch vermissen. Mit den teuren Produktionen aus dem eigenen Haus kann "Tinkerbell" nicht mithalten. Das 3D braucht der Film ebenso wenig wie eine große Leinwand. Mit einem rührseligen Ende drückt Loter zudem unnötig auf die Tränendrüse.

Fazit: "Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest" erzählt mit Witz, aber auch sehr rührselig die Geschichte vom guten Kern, der in jedem steckt. Das ist solide animiert, für die große Leinwand am Ende aber ein paar Nummern zu klein.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.