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Wem gehört die Stadt? - Bürger in Bewegung
Wem gehört die Stadt? - Bürger in Bewegung
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Wem gehört die Stadt? - Bürger in Bewegung (2014)

Dokumentation: Die Kölner Regisseurin Anna Ditges macht am Beispiel eines Falles in ihrer Heimat deutlich, wie schwer oftmals die Interessen von Politik, Wirtschaft und Bürgern unter einen Hut zu bringen sind.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.7 / 5

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"Wem gehört die Stadt" dokumentiert nachhaltig die lange Auseinandersetzung von öffentlicher Hand, Anwohnern, Verwaltung und kommunaler Politik, völlig unterschiedliche Ansätze und Interessen bzgl. der Nutzung von Lebensraum zu vereinen. Konkret geht es in dem Film um die künftige Nutzung des Heliosgeländes im Stadtteil Ehrenfeld, eines der besterhaltenen Industriedenkmäler Kölns. Der aus Köln stammenden Filmemacherin Anna Ditges, die jahrelang als freie Cutterin und Autorin arbeitete und für diesen Film auch das Drehbuch verfasste und die Kameraarbeit verantwortete, gelingt mit "Wem gehört die Stadt" ein eindrucksvoller Film über den Kampf um die bestmögliche Nutzung öffentlichen Raums. Zudem macht der Film deutlich, wie engagierte (und letztlich erfolgreiche) Bürgerbewegung und -beteiligung heute aussehen kann.

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Auf dem betreffenden Grundstück befinden sich vor allem die ehemaligen Produktionsstätten und -hallen der Helios AG, einem international bekannten Unternehmen aus dem Bereich der Elektrotechnik und Elektrizität. Dort befindet sich auch der bis heute erhaltene Leuchtturm, gleichermaßen Firmenwahrzeichen und eine der Sehenswürdigkeiten Ehrenfelds. Darüber hinaus finden sich auf dem Gelände verschiedene Betriebe und Geschäfte des Einzelhandels, Ateliers, Werkstätten und handwerkliche Betriebe. Bereits vor einigen Jahren plante die verantwortliche Grundstücksgesellschaft, die seit 2008 im Besitz des Geländes war, eine riesige Shopping-Mall errichten zu wollen. Dieser Plan verursachte massiven Protest in der Bevölkerung und bei den Anwohnern, was die Gründung einer Bürgerinitiative zu Folge hatte. Es war der Beginn eines mehrjährigen, intensiv geführten Kampfes um die bestmöglichste, sinnvollste Nutzung des Geländes.

"Wem gehört die Stadt" zeichnet sich vor allem durch seine Objektivität und die sachliche Darlegung der Sachverhalte und Vorkommnisse aus. Regisseurin Ditges spricht mit allen Seiten und lässt in ihrem Film jegliche Interessengruppen ausführlich zu Wort kommen: von der Politik über die Investoren bis zu den betroffenen Anwohnern und Einzelhändlern. Ditges begleitete das "Verfahren" von Beginn an und ist mit ihrer Kamera stets hautnah am Geschehen und den wichtigsten Etappen und Entwicklungsstufen dabei, wie z.B. bei der ersten Präsentation der Bauunternehmer-Seite hinsichtlich des geplanten Shopping-Centers (die lautstarke Auseinandersetzung zwischen Bauherrn und Bürgern ist hochinteressant mit anzusehen) oder auch bei den diversen Sitzungen und Treffen etwa der Bürgerinitiative oder der Stadtverwaltung.

Daneben zeigt der Film auch auf, was aktive Bürgerbeteiligung und in erster Linie der geschlossene, gemeinschaftliche Kampf der betroffenen Bürger für die eigenen Interessen auszurichten vermag: Letztendlich wurde das Shopping-Mall-Vorhaben abgeschmettert und das Gelände soll aktuell eine Struktur aus Ateliers, Wohnraum, Kultur-Einrichtungen, Gastronomie und sogar zwei Schulen erhalten.

Fazit: "Wem gehört die Stadt" ist ein Paradebeispiel für aufwühlende, faszinierende Kino-Dokumentation, die objektiv und ausführlich über das spannende Thema "Räume in Städten" informiert.




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Land: Deutschland
Jahr: 2014
Genre: Dokumentation
Länge: 90 Minuten
Kinostart: 19.02.2015
Regie: Anna Ditges
Verleih: Film Kino Text

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