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Wann endlich küsst du mich?
Wann endlich küsst du mich?
© barnsteiner-film

Kritik: Wann endlich küsst du mich? (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

"Wann endlich küsst du mich?" hat durchaus einen gewissen Charme: Vor allem zu Beginn kann Julia Ziesches Dramödie dank der beschwingten Erzählweise, guten Darstellern sowie einer verspielten Inszenierung unterhalten. Ziesche, die für Regie und Drehbuch verantwortlich ist, zeigt sich dabei offensichtlich vom US-amerikanischen Independentkino der letzten Dekade beeinflusst. Soundtrack und Bildgestaltung rufen Erinnerungen an Wes Anderson und Zach Braffs "Garden State" (2004) wach – an die Klasse der Vorbilder reicht "Wann endlich küsst du mich?" freilich nicht heran.

Denn trotz der vielen kleinen Ideen und einer experimentierfreudigen Montage kann die überkonstruierte Geschichte nicht überzeugen. Vor allem in seinen ernsten Momenten bietet Ziesches Film kaum mehr als ein durchschnittlicher Fernsehfilm oder eine Vorabendserie. Die anfangs amüsante episodische Struktur bietet weder Tiefgang noch Höhepunkte und verliert sich mit zunehmender Spielzeit in Plattitüden.

So geht "Wann endlich küsst du mich?" nach einem vielversprechenden Auftakt allzu schnell die Luft aus. Das ist vor allem schade um die bemühten Darsteller, einige starke Gags sowie die guten Ansätze bei der Inszenierung. Ein fokussierteres Drehbuch hätte hier sicherlich gut getan.

Fazit: Julia Ziesches "Wann endlich küsst du mich?" beginnt vielversprechend, aber verliert schnell seinen Reiz. Gute Darsteller und eine verspielte Inszenierung sind zu wenig, um die Schwächen der Dramödie vergessen zu machen, die weder Tiefgang noch wirkliche Höhepunkte bietet.





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