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Kurt Cobain: Montage of Heck
Kurt Cobain: Montage of Heck
© HBO Documentary Films © Public Road Productions

Kritik: Kurt Cobain: Montage of Heck (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Dokumentationen über Kurt Cobain existieren schon einige, manche mehr und manche weniger gelungen. Mit "Cobain: Monatge of Heck" ist dem Filmemacher Brett Morgen nun aber ein wirklich herausragender Film gelungen, der ähnlich gelagerte Produktionen deutlich in den Schatten stellt. Ein Grund dafür dürfte wohl die enge Kooperation des Filmteams mit Cobains Familie, allen voran seiner Witwe Courtney Love, gewesen sein. Zum ersten Mal haben Cobains Verwandte nämlich den kompletten Zugriff auf Kurt Cobains persönliches Archiv gestattet, aus welchem sich Morgen für seinen Dokumentarfilm ausgiebig bedient.

Anhand von Tagebucheinträgen, alten Demotapes, Homevideos und privaten Fotos der Familie Cobain entsteht so eine reiche und lebhafte Collage aus Erinnerungen. Die Fundstücke sprechen dabei meist für sich selbst, Interviewszenen und Kommentare aus dem Off ergänzen den Bilderstrom nur vereinzelt und werden recht sparsam eingesetzt. So entzieht sich "Montage of Heck" den hohlen Lobhudeleien und allzu rührseligen Rückblicken, mit denen so viele andere Musiker-Dokumentationen nerven.

Zwar erzählt auch Morgen im Grunde sehr konventionell von Cobains Leben, beginnend mit der schwierigen Kindheit bis zum Selbstmord, doch er verzichtet dabei vollkommen auf unnötigen Sensationalismus und Glorifizierung. Die altbekannten Rockstarklischees und immer wieder aufgewärmten Mythen um Cobain werden ignoriert, stattdessen nähert sich "Montage of Heck" behutsam dem Mensch hinter der medialen Fassade an.

Fazit: Dieser Dokumentarfilm über Kurt Cobain interessiert sich wenig für bekannte Klischees und Mythen und wirft anhand von Cobains privatem Archiv einen sehr intimen Blick auf den Mensch hinter der medialen Fassade.





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