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Mandira Filozofu Istanbul
Mandira Filozofu Istanbul
© AF Media

Kritik: Mandira Filozofu Istanbul (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Wie schon beim ersten Teil führte Hauptdarsteller Müfit Can Saçıntı hier auch wieder Regie. Die Rolle des brummbärigen aber liebenswürdigen Grantlers und notorischen Technik-Verweigerers hat er sich erneut auf den fülligen Leib geschrieben. Nachdem der erste Teil im vergangenen Jahr schnell zum Publikumsrenner avancierte, entschieden sich die Macher bald darauf für eine direkte Fortsetzung. Auch wenn diese Fortsetzung für den ein oder anderen Lacher sorgt: das Format reicht leider nicht für die Länge eines erneuten Kinofilms, in dem die Hauptfigur mit ihren Eigenheiten deutliche Abnutzungserscheinungen aufweist. Die Running-Gags haben sich abgenutzt und der mit der Brechstange servierte, derbe Humor ist größtenteils nicht mehr witzig.

Zugegeben: Im ersten Teil versprühte das Prinzip vom Aussteiger und Außenseiter, der nahezu alles ablehnt, noch vergleichsweise viel Charme. Die Prämisse war weitestgehend neu und wurde frisch und unterhaltsam präsentiert. Neu an der Fortsetzung ist lediglich, dass Mustafali nun auf die moderne Welt trifft, auf die Weltmetropole Istanbul mit ihren zeitgemäßen und technikaffinen Bewohnern. Da dauert es natürlich nicht lange, bis es zu ersten Problemen mit der hochentwickelten Technik des 21. Jahrhunderts kommt. In einer der stärksten Szenen des Films geht es um jene Technik, die schon mal ein Eigenleben entwickeln kann, genauer gesagt um medizinische Technik, die Mustafalis Vater eigentlich am Leben erhalten soll.

Die wenigen gelungenen Szenen beinhalten dann auch jene, mit voller Breitseite präsentierten Slapstick-Momente sowie die rohe Situationskomik. Weniger gelungen sind hingegen der Fäkalhumor und der immer wieder bemühte Running Gag, dass Mustafali gegen so ziemlich alles und jeden ist. Richtig witzig ist es daher z.B. nicht, wenn der langhaarige Mann im Rahmen eines Entwicklungstrainings vor einer Masse von Kunden steht und behauptet, er ist gegen persönliche Entwicklungstrainings. Und der nervöse Soundtrack mit seinen gewöhnungsbedürftigen Sounds und schrillen Tönen, sorgt auch nicht gerade dafür, dass der Film erträglicher wird.

Fazit: Leidlich komische, mit abgenutzten Gags gespickte Komödie mit nur wenigen wirklich witzigen Momenten.




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