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Salam: Der Reise Zum Frühling
Salam: Der Reise Zum Frühling
© AF Media

Kritik: Salam: Der Reise Zum Frühling (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Salam: Die Reise zum Frühling" ist der neue Film des 48-jährigen türkischen Regisseurs Hamdi Alkan, der auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Alkan gehört in seiner Heimat zu den bekanntesten Filmemachern. "Salam: Die Reise zum Frühling" ist ein gut gemeinter, charmanter Film über einen liebenswürdigen Helden, dessen Glauben an sich und seine Mission durch nichts und niemanden erschüttert werden kann. Der Film und seine Botschaft sind nicht frei von Kitsch, dennoch machen ihn vor allem die epischen Bilder der umwerfenden Landstriche Kirgisistans optisch reizvoll und letztlich sehenswert.

Ein Mann, der eigentlich alles im Leben hat, tritt zu einer Reise in ein weit entferntes Land an und trotzt jeglichen Gefahren und Risiken, die sich ihm auf seinem Trip in den Weg stellen. Die Story, die "Salam" erzählt, ist nicht neu und erinnert vor allem zu Beginn immer wieder an Aussteiger-Dramen wie etwa "Into the wild" oder "Spuren" mit Mia Wasikowska. Nun ist "Salam" längst kein klassisches Survival-Abenteuer, dennoch muss auch Protagonist Ismail auf seiner Reise immer wieder Hindernisse überwinden. Der Großteil des Films spielt sich dann aber doch in der neuen Heimat von ihm und seiner Frau ab, die dort einer Mission folgen: mit der Gründung einer Schule will sich Ismail einen Lebenstraum erfüllen.

Der Film profitiert von seinen sympathischen, reizenden Hauptfiguren, die ihr Ziel niemals aus den Augen verlieren und immer an sich und ihren Beweggrund, die sichere Heimat zu verlassen, glauben. Diese Botschaft des Film ist aller Ehren wert - aber natürlich auch nicht frei von Kitsch. Ebenso wenig frei von Kitsch und Pathos sind die immer wieder auch in Zeitlupe ablaufenden Szenen und Sequenzen, die sich recht deutlich an der Bildsprache und Optik monumentaler Dramen wie "Der englische Patient" orientieren (Stichwort: Flugzeug). Über jeden Zweifel erhaben sind jedoch die herausragenden Panorama-Bilder und Aufnahmen der üppigen Bergwelten und -pässe des Landes und der weiten, endlosen Steppen. Diese Bilder würden sich auch blendend im Internetauftritt der Tourismuszentrale des Landes machen.

Fazit: Gut gemeintes Aussteiger-Drama mit sympathischen Figuren, nicht frei von Kitsch und Schmalz aber mit Landschafts-Bildern, die Lust auf den nächsten Asien-Trip machen.





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